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Donnerstag, 27. Juni 2013

Milows kleiner Horrorladen



Ich habe heute unbedachterweise das Radio angemacht. Dort lief das auf den ersten Blick recht harmlos erscheinende Lied "You and me" vom belgischen Sänger Milow. Lässt man sich von diesem Lied berieseln, ist es nichts weiter, als eines von vielen belanglosen Popstücken. Allerdings habe ich dann auch mal auf den Text geachtet. Ich muss ganz ehrlich sagen, von der Thematik her hätte Rammstein ebenso gut diese Zeilen verfassen können...

Strophe 1:
I wish you smelled a little funny
Not just funny really bad
We could roam the streets forever
Just like cats but we'd never stray
I sometimes wish you were a mermaid
I could raise you in the tub at home
We could take a swim together
On weekly day trips to the bay

Da scheint einer aber einen ganz merkwürdigen Fetisch zu haben. Nicht nur, dass seine Angebetete leicht riechen soll, nein sie soll abartig stinken.
Dann wünscht er sich, sie wäre eine Meerjungfrau, welche er dann in der Badewanne hielte und einmal in der Woche wird dann ans Meer gefahren. Ja nee ist klar, so ein Tagestrip am Wochenende haut 6 Tage in einer Badewanne ja wieder raus. Mal abgesehen davon wird's dann mit dem Duschen für ihn aber auch eng, was uns wieder zum Anfang der Strophe führt.

Strophe 2:
I wish you were a little bigger
Not just big but really fat
Doors you would no longer fit through
In my bed you would have to stay
I often wish that you had feathers
I'd keep you in a giant cage
All day long I'd sit and watch you
I'd sing for you and that would be okay

Okay, jetzt kommen wir auf Jerry Springer Niveau. Der nächste Fetisch ist also Fettleibigkeit. Nicht nur ein bisschen, nein, das Mädel wird so lange gemästet, bis es nicht mehr durch die Türe passt. Dann kann sie nämlich für immer in seinem Bett bleiben. Na hoffentlich hat er das Gestell und den Lattenrost entsprechend verstärkt...
In seiner nächsten Fantasie sperrt er seine Freundin dann in einen Käfig und guckt sie die ganze Zeit an und singt ihr ab und zu was vor. Ich weiß ja nicht, wie es anderen Leuten geht, aber bis jetzt kann man meiner Meinung nach aus jeder Vorstellung von dem Kerl einen eigenen Horrorfilm machen...

Strophe 3:
I wish you were a little slower
Not just slow but paralyzed
Then I could plug you into a socket
So you could never run away
I really wish that you were smaller
Not just small but really really short
So I could put you in my pocket
And carry you around all day

Und weiter geht's auf Milows ganz persönlichem kleinen Horrortrip. Die arme Frau soll nicht nur gehbehindert sein, sie soll am besten gleich komplett gelähmt sein, damit, und jetzt kommt's, er sie auf eine Halterung stecken kann, damit sie nicht wegläuft (warum sollte sie auch bloß einen Gedanken daran verschwenden?!).
Dagegen scheint der letzte Wunsch ja regelrecht "human". Sie soll doch bitte winzig klein sein, damit er sie in die Tasche stecken und überall mit hinschleppen kann...

Aber was soll uns diese Lyrik(?) jetzt sagen? Soll das romantisch sein? Kann sich ja mal jeder selbst gedanklich in die Situation versetzen, man kommt nichtsahnend nach Hause und da wartet ein durchgeknallter Stalker auf einen, der einem erst erzählt, wie geil man stinkt, dann faselt der was von Meerjungfrau in der Badewanne, die er dann mästen will. Ist sie fett genug, kommt sie in einen Käfig und wird so lange beglotzt, bis das zu langweilig wird, also durchtrennt man kurzerhand das Nervengewebe in der Wirbelsäule. Ist auch viel praktischer, da sie beim späteren in kleine Stücke Zerhacken dann größtenteils gar nichts mehr spürt. Dann steckt man sich die kleinen Stücke in die Tasche und geht spazieren...

Hat mal jemand die Nummer von den Saw-Machern? Ich habe da gerade eine Idee...



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