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Montag, 20. Oktober 2014

Ich habe Angst



Ich gestehe, ich habe Angst! Angst vor einer Zukunft mit Menschen, die ich im Internet getroffen habe.
Damit meine ich jedoch nicht die gerne zitierte Verblödung unserer RTL-geschädigten Jugend (deren geistige Ergüsse täglich hier verfolgt werden können). Naja, zumindest nicht direkt, aber dazu später mehr.
Nein, meine Angst betrifft die Leute, die es anscheinend verlernt haben, den gesunden Menschenverstand zu gebrauchen. Die Leute, die sich gerade als Teil einer erleuchteten Elite sehen, die der verblendeten Masse erklären muss, wie die Welt wirklich ist.

Diese Leute sind oftmals tatsächlich auch nicht dumm, aber sie leben in einer Welt mit Scheuklappen. In dieser Welt wird das Finanzsystem von wenigen jüdisch stämmigen Familien (Rothschild, Rockefeller etc.) verwaltet und verteidigt. Da treffen sich die Mächtigen der Welt, um in Form von Reptiloiden über eine neue Weltordnung zu diskutieren. Gerne auch im Sinne der Freimaurer und Illuminaten. Das Volk (oder auch "Sheeple") wird sich dabei durch die zentral gesteuerten Massenmedien und/oder Chemtrails gefügig gehalten, damit man den finsteren Machenschaften ungestört nachgehen kann. Wahlweise stecken auch die imperialistischen USA mit ihrem ewigen Durst nach Öl hinter den verschiedensten schlimmen Machenschaften auf dieser Erde (damit möchte ich beileibe nicht ausdrücken, dass die USA unschuldig an ihrem Image sind, siehe Iran, Panama, Irak etc., jedoch heißt das nicht, dass man ihnen sofort, immer und überall schlechtes unterstellen muss). Außerdem ist besonders in Deutschland die These weit verbreitet, dass es die Bundesrepublik Deutschland gar nicht gibt bzw. diese nicht souverän ist und/oder dass wir in einer BRD GmbH leben, schließlich sind wir laut offiziellem Ausweis ja nur "Personal" und die politische Kaste hat sich auf diversen Veranstaltungen diesbezüglich ja schon eindeutig verplappert. 
Diese Aufzählung ist bestimmt nicht vollständig und nicht jeder, der der einen Theorie anhängt, glaubt auch gleichzeitig an die andere. Nichtsdestotrotz finden diese Aussagen gerade über soziale Netzwerke immer mehr Anhänger.

Wenn man nun versucht, mit diesen Leuten zu diskutieren, kann man sich auch gleich vor eine Wand stellen und versuchen, ihr zu erklären, warum die Bundesrepublik Deutschland doch ein souveräner Staat ist, der 11. September 2001 kein Inside Job war und die Streifen hinter Flugzeugen einfach nur kondensierte Abgase sind.
Das Problem ist, dass sie jede Argumentation mit einem Totschlagargument totprügeln: 

Man darf sich bei der Informationsbeschaffung nicht nur auf eine bestimmte Quelle stützen, sondern muss auch andere Sichtweisen hinzuziehen, um sich ein umfassendes Bild zu machen! 

Tadaa, Auftritt: Internet! Wie man an diesem Blog sieht, kann dort jeder Hinz und Kunz in Windeseile eine Internetseite oder einen Blog einrichten und diesen als "die einzig wahren Nachrichten" deklarieren. Somit bekommen aber auch die krudesten Thesen (siehe oben) Aufmerksamkeit und Anhänger. Diese sind so begeistert von dem neu erworbenen Wissen, das Sie sich unbedingt zusammentun und die Welt aufklären müssen. Natürlich alles vor dem Hintergrund der ausgewogenen Informationsbeschaffung...
Leider ist das genau der Trugschluss, dem viele Anhänger immer wieder verfallen. Im Zuge eines unguten Gefühls gegenüber Massenmedien, die irgendwie inzwischen immer alle das Gleiche erzählen und von denen sich keiner mehr traut, mal aus dem Konsens herauszutreten, springen die Anhänger von Verschwörungstheorien in die Bresche. Sie bieten sich als alternative, unabhängige Informationsquelle an, die genau das zuvor angesprochene ungute Gefühl bedient und auch praktischerweise noch eine Erklärung für dieses Gefühl liefert. Der nach Antworten Suchende springt natürlich genau darauf an und ist dem Inhalt der entsprechenden Angebote dadurch direkt schon ein wenig gewogener.
Das Problem, welches dabei besteht, ist in diesem Fall leider, dass man an dieser Stelle den Fehler begeht, nicht an seinen Prinzipien festzuhalten (wie war das noch? Immer auch andere Quellen und Sichtweisen prüfen!). Hinzu kommt der psychologische Faktor. Selbst wenn ich mit einer wie auch immer gearteten Verschwörungstheorie sympathisiere und mich darüber hinaus über das Thema informieren möchte, dann neigt der Mensch gerne dazu, nur das zu glauben, was seine bereits vorgefasste Meinung unterstützt und tut alles andere als im besten Falle irrelevant ab. Gerne bleibt es leider nicht dabei, sondern wird direkt als Propaganda von der Gegenseite diffamiert, da diese ja bekanntermaßen fast allmächtig ist und alles daransetzt, die "Wahrheit" zu verschleiern. Dadurch kreiert man sich natürlich eine von außen unangreifbare Schwarz-Weiß-Welt, innerhalb derer (und auch nur innerhalb derer) alles irgendwie einen Sinn ergibt. Weist man solche Personen auf Logiklücken oder sachlich falsche Argumente hin, wird dies oft genug sofort als persönlicher Angriff auf einen selbst gewertet und man geht umgehend mit Unterstellungen und Beleidigungen in den Gegenangriff über, nur um sich direkt im Anschluss wieder in seiner unangreifbaren Welt einzuigeln.

Die Frage ist, wie Leute überhaupt dazu kommen, sich solch weltfremden Ansichten anzuschließen. Meine ganz persönliche Vermutung ist, dass dies viel mit Enttäuschung zu tun hat.
Diese Leute sind von den Politikern enttäuscht, die Versprechungen machen und nach der Wahl scheinbar eine 180 Grad Drehung vollziehen und alles vergessen, was sie vorher gesagt haben. Neben dieser Politik(er)verdrossenheit hat sich in letzter Zeit aber zunehmend auch noch eine Verdrossenheit gegenüber den klassischen (aka. Massenmedien) eingeschlichen (s.o.). Je mehr sich der eine oder die andere mit den "alternativen" Informationsportalen befasst, umso skeptischer wird er/sie, wenn er feststellt, dass die dort angesprochenen, skandalösen Themen in den klassischen Medien keine Rolle spielen. Anstatt aber den Schluss zu ziehen, dass es gute Gründe haben könnte, dass niemand in den etablierten Medien ernsthaft über diese Themen spricht, ist die naheliegendste Schlussfolgerung in diesen Kreisen dann die, dass sie Teil einer Vertuschungskampagne sind bzw. gleich per Direktleitung aus den Regierungssitzen der Machtzentralen ferngesteuert werden. Dann ist auch die mühsam erarbeitete Reputation aus jahrelangem, angesehenen Journalismus nichts mehr wert.
Gerade in der Ukraine-Krise wird dieses Misstrauen den etablierten Medien gegenüber überdeutlich. Leider muss man sagen, dass sich diese gerade bei diesem heiklen Thema auch nicht unbedingt von ihrer besten Seite gezeigt hat. Zu oft wurde im Nachhinein auch für meinen Geschmack nicht sofort überprüfte bzw. überprüfbare Sachverhalte als Tatsachen verkauft und in einem für den Westen positiven Licht dargestellt. Nichtsdestotrotz fühle ich mich durch diese Medien aber immer noch gut informiert und gestehe ihnen auch Fehler zu, sofern sie aus diesen lernen. Es ist schließlich niemand perfekt, auch wenn gerade bei einflussreichen Medien der Anspruch entsprechend hoch sein muss.
Bei den hier angesprochenen Leuten passt dieses Vergehen jedoch super ins Weltbild. Jede russlandkritische und somit dem Westen bzw. den westlichen Regierungen wohlgesonnene Nachricht wird als bewusster Betrug am Volk wahrgenommen und als solcher in den Foren und sozialen Netzwerken herausgeschrien. Das Weltbild wurde wieder um eine Facette erweitert und gefestigt.
Komischerweise sind das auch genau die Leute, die Edward Snowden als einen neuzeitlichen Superhelden feiern. Er hat sich dem System widersetzt und wird deswegen von den Regierungen verfolgt. Dieser Mann ist ein Märtyrer!
Denken wir mal ein wenig zurück. Wie war das noch, als Edward Snowden seine geheimen Unterlagen publik gemacht hat? An wen hat er sich da gewandt? An den Kopp Verlag? An die Deutschen Wirtschaftsnachrichten? An einen Aufklärungsblog? Nein, eben nicht! Selbst der so gefeierte Superheld hat den Massenmedien New York Times, Guardian und Spiegel die Dokumente zukommen und und sie von ihnen analysieren lassen. Diese haben es ausführlich getan und anschließend den Inhalt der Welt bekannt gemacht. Ein Inhalt, der den Regierungen, die die Massenmedien ja angeblich steuern, so gar nicht passt. Wie passt das zusammen? Leider habe ich diese Frage noch keinem Verschwörungstheoretiker stellen können, aber auf eine plausible Antwort wäre ich sehr gespannt. Dies ist außerdem nur das jüngste Beispiel, wie die "Massenmedien" dazu beigetragen haben, dass die Öffentlichkeit davon erfährt, was "die da oben" so treiben. Die Geschichte ist voll von Enthüllungsgeschichten, die aus Sicht der Regierung oder anderen einflussreichen Organisationen lieber nicht ins Licht der Öffentlichkeit hätten gerückt werden sollen.

Warum habe ich also Angst vor diesen Leuten? Habe ich in Wirklichkeit vielleicht Angst vor der unbequemen Wahrheit und möchte als Teil der unwissenden Schafherde am Status Quo festhalten? Mit Sicherheit nicht! Ich möchte so aufgeklärt sein wie möglich und zwar auf Basis von Fakten, von nachvollziehbaren Beweisketten und logischen Argumenten. Dies ist bei der "erleuchteten Elite" aber nicht der Fall. Dort werden die Menschen auf der Gefühlsebene abgeholt und dadurch in gewisser Form radikalisiert. In der Folge werden Diskussionen mit diesen Menschen auch sehr schnell persönlich und emotional, da sie nicht ihre Ratio herausgefordert, sondern ein Gefühl angegriffen sehen. Für diese Menschen wird dann der Glaube an die einzig wahre Wahrheit zu einer Art Ersatzreligion (Charismatische Führer, das Finden der Wahrheit, das Abgrenzen von anderen, die Gruppenzugehörigkeit...). Wenn dann Menschen ins Spiel kommen, die es verstehen, viele Suchende auf genau dieser Ebene anzusprechen und für sich zu gewinnen, dann verleiht ihnen das eine nicht zu unterschätzende Macht.
Hier schließt sich dann auch wieder der Kreis zu der "verblödeten RTL-Jugend". Nicht sie sind es, die Menschen zu den obskuren Theorien ziehen, sondern die wahrscheinlich gar nicht so dummen Demagogen, die ihnen vorgeblich eine Antwort auf ihre Fragen versprechen. Wenn nun eine gefestigte Person mit halbwegs gesundem Menschenverstand auf so einen Demagogen trifft, dann wird es ihm wahrscheinlich deutlich schwerer fallen, diese Person zu überzeugen, als jemand, der nicht in der Lage ist, die vorgebrachten Antworten zu reflektieren und hinterfragen. Je mehr Leute sich dann dieser Bewegung anschließen, umso mehr Macht und Einfluss bekommt sie, was am Ende Konsequenzen für alle von uns haben kann.

Ich möchte den Teufel jetzt aber auch nicht an die Wand malen. Erst einmal ist das ja nur meine persönliche, unqualifizierte Meinung. Vielleicht ist mein Eindruck ja auch übertrieben, weil ich mich nun mal interessehalber mit dem Thema befasse und somit logischerweise mehr in Kontakt mit solchen Leuten komme, als andere Menschen um mich herum. Aber für den Fall, das sich in 20 Jahren recht behalten sollte: Ich hab's ja gleich gesagt!   

P.S.: Falls sich irgendjemand von diesem Text in irgendeiner Form angegriffen fühlt, so möge er bitte verstehen, dass dies nicht persönlich gemeint ist. Ich möchte hier niemanden von meiner Ansicht überzeugen oder ihm sagen, dass seine Ansichten richtig oder falsch sind. Ich möchte vielmehr, dass er oder sie sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt und seine eigenen Schlüsse zieht. Vorzugsweise nicht aus Quellen, die ihre Argumentation auf ein Ziel ausrichten (weder in die eine, noch in die andere Richtung), sondern die unabhängig sind. Das ist vielleicht nicht immer einfach, aber der Aufwand sollte es wert sein, bevor ich blind einer Überzeugung hinterherrenne, ohne zu wissen, wo es hingeht oder was die Hintergründe sind.

Hier noch ein paar Links:

Ist Deutschland souverän? http://krr-faq.net/souver.php



Montag, 21. Juli 2014

Blut, Schweiß, Tränen



So kristallen schwappt es da
das Freibad-Wasser, ist doch klar.
So denkt der naive Jüngling jedenfalls
bis es ihm steht an seinem Hals.

Es dräut ihm, dass dort böses treibt
doch noch scheint es viel zu weit
um zu erkennen, was es ist
so dass er es sogleich vergisst.

Dem frivolen Treiben geht er nach
springt vom Brette mit viel Krach.
Beeindruckt jubelt von der Seit
die ach so holde Weiblichkeit.

Doch als der Jüngling frohen Mutes
Dem Nass entsteigt, ist voll der Blutes!
Nicht sein eignes kann es sein
Spürt er doch nirgends eine Pein.

Plötzlich löst sich von der Haut
ein Pflaster und er schaut
entsetzt auf seinen Fuß hinunter,
dort liegt ein Fetzen und zwar ein bunter.

Elefanten, Löwen und Giraffen
machen sich darauf zu schaffen.
Das Blut, es tropft so langsam ab
und auch des Jünglings Würde wird jetzt knapp.

Die Weiblichkeit, sie ist entsetzt
der Ekel hat sie tief verletzt
So vergeht des Jünglings alter Glanz
aufgrund des kindlichen Verbands

Gebückt entzieht er sich den Blicken
um sich nicht weiter zu verstricken.
Und es wiederholt sich die Geschichte
mit andrem Namen, andrem Gesichte.

Übrig bleibt das Wasser nur
mit den Resten der Natur
und was der Mensch hinzugefügt.
während er durchs Wasser pflügt.

Und die Moral von der Geschicht?
Freibad-Wasser trinkt man nicht!

Mittwoch, 21. Mai 2014

Warum Deutschland 2014 auf jeden Fall und unbedingt Weltmeister wird - oder auch nicht



So langsam nähern wir uns dem Höhepunkt. Immer mehr Vorhersagen, Prognosen und Meinung sprießen im Moment aus dem Boden, wer dieses Jahr wohl wieder Weltmeister werden wird. Hierzulande natürlich mit dem Fokus darauf, warum es auf jeden Fall Deutschland wird bzw. auf gar keinen Fall werden kann.
Dabei liegt es natürlich in der Natur der Sache, dass in so ein emotionales Opium fürs Volk, wie es der Fußball nunmal ist, Objektivität nicht das allerhöchste Gebot der Stunde ist, wobei das natürlich subjektiv jeder von sich behauptet. Deswegen hier die einzig wahre subjektiv objektive Einschätzung der Lage: nämlich meine!

Blicken wir zunächst einmal zurück. Die vergangenen Ergebnisse der DFB Elf können sich eigentlich sehen lassen: 2006: Dritter, 2008: Zweiter, 2010: Dritter, 2012: Dritter. Aber den 80 Mio. deutschen Bundestrainern reicht das natürlich nicht. Wie kann man mit einem so guten Team keine Titel holen?! Das muss am Trainer liegen!
Tatsächlich wird das Murren nach jedem nicht gewonnenen Turnier an den deutschen Stammtischen immer lauter. Der Löw bringt's nicht! Der macht nicht aus dem Potenzial! Zugegeben, Jogi Löw macht es seinen Kritikern auch nicht unbedingt schwer, sich an ihm zu reiben. Seien es personelle oder taktische Entscheidungen, von denen er sich von nichts und niemandem irritieren lässt oder seine generelle leicht hochnäsige, schwäbische Art: Wenn man Kritikpunkte sucht, findet man bestimmt welche. Aber kann man Jogi Löw tatsächlich ein Versagen vorwerfen, wenn man unter seiner Ägide (die Zeit als Co-Trainer unter Jürgen Klinsmann einmal mit eingerechnet) in vier aufeinanderfolgenden Turnieren nie schlechter als Platz drei war?
Natürlich kann man dazu einwerfen "Ja klar, schließlich haben wir es auch viermal nicht geschafft, so ein Turnier zu gewinnen". Diese höchst polemische Ansicht ist mir aber zu einfach. Sie impliziert nämlich, man brauche einfach ein gutes Team, das hart arbeitet und dann muss sich zwangsläufig irgendwann der Erfolg einstellen. Dies ist eine typisch deutsche Einstellung.
Dies lässt allerdings außer Acht, dass für einen Erfolg auch andere Faktoren eine Rolle spielen, angefangen bei den anderen Teams, über die Tagesform, bis hin zu eine Sache namens Glück. Natürlich haben wir hier in Deutschland ein Team, das, wenn es optimal funktioniert, jeden Gegner schlagen kann. Aber die Betonung liegt hier auf KANN, nicht zwangsläufig wird. Man darf z.B. nicht vergessen, dass parallel zum deutschen Hoch die Spanier ein noch viel höheres Hoch hatten bzw. evtl. sogar noch haben. Das muss man dann einfach akzeptieren und nicht ständig darauf pochen, dass wir doch gewinnen MÜSSEN. Hinzu kommt, dass trotz aller Professionalität und Organisation immer noch Menschen auf dem Platz stehen, die nun mal oft genug von ihrer generellen bzw. Tagesform abhängig sind. In Kombination mit dem Faktor Glück (oder Pech) kann dies durchaus entscheidend zum Ausgang eines Spiels beitragen, sei es weil man den einen Schritt zu spät ist, einmal nicht mitgedacht hat, ein Foul zu viel begangen hat oder die Aufstellung einen Tick zu offensiv ausgerichtet hat.
Diese Punkte gelten natürlich auch umgekehrt. Nur weil wir in den letzten Turnieren nicht gewonnen haben, heißt das noch lange nicht, dass es diesmal auch nichts wird. Auch die gegnerischen Teams haben mit anderen Mannschaften, der eigenen Form und dem Glück/Pech zu kämpfen. Warum sollten wir dies nicht auch einmal zu unserem Vorteil ausnutzen können?
Nun, was leider ein wenig dagegen spricht, dass die DFB Elf den Titel holt, ist der Umstand, dass die WM blöderweise in Brasilien stattfindet. Mal abgesehen von den klimatischen Bedingungen, die wenigstens auch für einen Großteil der anderen angereisten Mannschaften nicht unbedingt Alltag sind, findet das Turnier im Land eines Top-Favoriten statt, dessen Leidenschaft und Engagement durch die frenetischen Fans noch weiter gepusht wird. Der Tenor, den ich bisher so herausgehört habe ist, dass die Südamerikanischen Teams bei einer WM auf dem eigenen Kontinent grundsätzlich noch einmal stärker motiviert sind als sonst und Brasilien durch seine Gastgeberrolle vor Motivation eigentlich platzen müsste. Diese Einschätzung hat schließlich auch Oliver Bierhoff, seines Zeichens bekanntermaßen Team-Manager der Nationalmannschaft, zu der folgenden Aussage bewegt:

"Für Europäer ist es eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, dort zu gewinnen. Das wird ein ganz harter Brocken. Südamerikanische Mannschaften haben dort einen Vorteil"

Bei den 80 Mio. Bundestrainern kam es aber größtenteils so an:

"Wir haben gar keine Chance, am besten bleiben wir direkt zu Hause"   

Und zack, hatte man schon wieder einen, auf den man draufhauen konnte, wenn es einem mit dem Jogi Löw zu langweilig wurde. Zum Glück ist der Bierhoff ja ebenfalls ein bisschen schnöselig, da macht das dann umso mehr Spaß, auf ihm rumzuhacken.
Dass er damit aber eigentlich gar nicht so verkehrt lag und nur versucht hat, die Lage realistisch einzuschätzen, war den meisten dabei entweder entgangen oder schlichtweg egal. Wen es interessiert, hier ein Link zu einem Artikel auf Spiegel Online, der sich mit der Semantik der Bierhoff'schen Aussage befasst: http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundestrainer-loew-eigentlich-doch-wm-favorit-a-890822.html

Ja und wie lautet nun meine Einschätzung, was das deutsche Abschneiden in Brasilien betrifft?
Deutschland wird Weltmeister - vielleicht!

Dienstag, 6. Mai 2014

30 Gründe, im Alltag auszurasten



1. Zu kurzes Ladekabel fürs Handy, so dass es gerade nicht zum gemütlichen Liegen reicht
2. Jemand, der vor einem in der Stadt auf den Strich 50 oder weniger fährt
3. Jemand, der vor einem mit annähernd 0 km/h auf die Ampel zufährt
4. Jemand, der an der Ampel  min. eine Autolänge Platz zum Vordermann oder der Haltelinie lässt
5. Michael Wendler im Fernsehen
6. Morgens im Büro persönlich mit Namen begrüßt werden
7. Verschwörungstheorien gegen "Die da oben"/"Die geheimen Weltherrscher"
8. Seitenbacher Radiowerbung
9. Philipp Poiselle im Radio
10. Leere Batterien in einer Fernbedienung
11. Kinder, die lachen und weitermachen, obwohl man gerade todernst gesagt hat, sie sollen aufhören
12. Kinder, die sich weinend und schreiend auf den Boden schmeißen, weil sie nicht bekommen, was sie wollen
13. Wenn das Handy halbwegs Empfang anzeigt, der verschwindet, wenn man ihn nutzen möchte
14. Ein Juckreiz unter dem Fuß oder zwischen Rachen und Ohr
15. Leute, die sich beim Anstehen an der Kasse laut aufregen und die Angelegenheit deshalb eher in die Länge ziehen, als sie zu beschleunigen
16. Beim Popcornessen auf einen steinharten, nicht geplatzten Kern beißen
17. Essen zwischen den Zähnen, an das man nicht dran kommt
18. Facebook-Freunde, die in JEDEM ihrer Posts mindestens einen Rechtschreibfehler haben, den ein Drittklässler nicht mal mehr machen würde
19. Xavier Naidoo im Radio und im Fersehen
20. Leute, die neben einem essen, wobei man jeden Bissen akustisch bis in den Magen mitverfolgen kann.
21. Leute, die mit Tablets filmen
22. Leute, die an öffentlichen Orten Musik aus dem Handylautsprecher hören
23. Wenn man eine Datei anklickt und diese erst nicht reagiert, man dann noch einmal klickt und dann öffnet sich die Datei mehrfach.
24. Wenn man eine ganz bestimmte Sache sucht, die man vorher immer irgendwo hat rumliegen sehen und sie jetzt partout nicht findet
25. Das verdrehte Kringelkabel eines Festnetztelefons
26. Hotline Warteschleifen
27. Denken, man hat gerade mal nur ein paar Minuten geschlafen und beim Blick auf den Wecker stellt man fest, dass man in 3 Minuten aufstehen muss
28. Fünf Minuten bevor der Wecker klingelt aufwachen und so dringend auf Klo müssen, wie noch nie zuvor im ganzen Leben.
29. Kopfhörerkabel, die nach 5 Minuten in der Hosentasche so verknotet sind, dass jeder Seemann stolz drauf wäre.
30. Der Spalt zwischen Rollo und Fenster, durch den am Wochenende morgens um sieben garantiert die Sonne in ihrer vollsten Pracht genau auf dein Gesicht scheint