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Samstag, 13. April 2013

Straight to Hellas

Ein Beitrag aus dem Mai 2010, aber immer noch aktuell:

So, jetzt ist es also endlich so weit. Die Welt geht offiziell den Bach runter… Ich habs ja immer gewusst…
Woher ich das weiß? Schauen wir uns die Lage doch einmal an:


Europa:
Griechenland ist pleite. Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf, kann der Rest Europas natürlich nicht tatenlos zusehen, sondern hilft im Gegenteil noch tatkräftig mit. Wenn Griechenland tatsächlich bankrott gehen sollte, würde es Spanien, Portugal, Italien und Irland gleich mit hineinziehen. Sagen die „Experten“. Also schmeißen wir Griechenland mit Geld, oh Verzeihung, ich meine natürlich Krediten, zu, damit die ihr Sparprogramm durchziehen können, von dem „Experten“ sagen, dass es aber eh nicht in der Form eingehalten werden kann wie es uns überall versprochen wird. Mal abgesehen davon, dass es die Bürger gar nicht erst einsehen, von 14 Monatsgehältern, vielfach komplett sinnbefreiten Beamtenarbeitsplätzen und Klüngelei abzusehen, wird das Sparpaket die Binnennachfrage in den Keller treiben und somit der Wirtschaft noch mehr zusetzen, als es die allgemeine Wirtschaftslage eh schon tut.
Halten wir also fest, Griechenland geht Pleite, nimmt die anderen Länder mit und dann werden wir auch mit in den Sog gerissen und kommen aus dem „Missgeschick“ nicht mehr raus.


Amerika:
Steht spätestens seit der Wahl Obamas quasi dauerhaft am Abgrund, wenn man diversen konservativen Kommentatoren Glauben schenken darf. Mal abgesehen davon, dass Obama wahlweise der Satan oder eine Reinkarnation Hitlers ist (siehe entsprechende Berichte hier in diesem Blog), hat er die USA spätestens mit der Gesundheitsreform in den totalitären Sozialismus getrieben, was da drüben an sich schon ein sicheres Zeichen für die drohende Apokalypse ist.
Dann gibt es ja immer noch diese Finanzkrise, an der die USA auch noch zu knabbern haben. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels, denn wie kürzlich vermeldet wurde, haben die Banken, denen mit Milliarden Dollar Krediten das Überleben gesichert wurde, in den letzten Monaten an jedem Tag mehrere Millionen Dollar Gewinn gemacht, es war nicht ein einziger Tag mit Verlusten zu verzeichnen. Und womit haben die werten Herren das alles erwirtschaftet? Mit Handel, mit Aktien und Staatsanleihen und all dem anderen, was man halt so als Bank macht… Aber Moment, Staatsanleihen? Ja! Die Banken verleihen das Geld, was sie von der amerkanischen Notenbank mit einem Basiszins von 0% geliehen haben wieder mit Zinsen zurück an die Regierung. 




Scheint so, als wäre das Licht wohl doch nur der heranrasende Zug gewesen…
Ach ja, und dann ist da ja noch das Ölleck, was mal eben 800.000 Liter Öl am Tag in den Golf von Mexiko pustet. Was da alles schief gelaufen ist, möchte ich lieber gar nicht aufzählen Aber gut zu wissen, dass keiner von den Verantwortlichen Schuld war, dass so etwas passieren konnte… Anscheinend versuchen die Amerikaner wirklich alles, um ihr Land noch weiter in den Dreck zu ziehen.


Asien:
China. Muss man noch mehr sagen? Bald wird China die Welt regieren, das ist im Moment die allgemeingültige These. Aber ich für meinen Teil vermute, dass es, wenn es denn überhaupt soweit kommen sollte, nicht von langer Dauer sein wird. Wenn man sich nämlich einmal überlegt, dass die Chinesen jetzt schon riesige Probleme mit der Umwelt haben, obwohl ein Großteil der Bevölkerung noch weit von unserem technologischen „Fortschritt“ entfernt ist, wie wird es wohl sein, wenn dieser Teil mit uns gleichgezogen ist (oder uns auf der Hälfte des Weges schon überholt hat, weil es mit uns schon wieder bergab geht)?
Vermutlich wird sich dann eine gewisse Selbstregulierung einstellen, die nicht unbedingt von Vorteil für die Chinesen sein wird.
Das ist aber nur eine völlig aus der Luft gegriffene Vermutung, der in keinster Weise eine faktenbasierte Untersuchung zugrunde liegt.

Afrika:
So tragisch es ist, aber Afrika hatte doch von Anfang an nie eine wirkliche Chance. Erst die Kolonialisierung und dann das Auf und Ab der verschiedensten Diktatoren mit ihren Kriegen. Dazu kommt die Abhängigkeit von den Industrienationen, die nach der Kolonialisierung alles wieder gut machen wollten und mit Ihrer Entwicklungshilfe alles noch schlimmer gemacht haben. Sei es durch die (un)(gewollte) Unterstützung von menschenverachtenden Regimen oder der konstante Aufbau einer Abhängigkeit, welche die Menschen von Ihrer angestammten Lebensweise abbrachte und so die Armut weiter förderte.
Das mag zwar sehr schwarz weiß klingen und ist bestimmt nicht auf alle Länder anzuwenden, aber Fakt ist nunmal, ein Großteil der Länder Afrikas ist inzwischen auf Entwicklungshilfe angewiesen. Wenn der Rest der Welt jedoch Pleite geht und China nicht freimütig die ganzen Zahlungen übernimmt, wird es auch für den schwarzen Kontinent extrem eng (Es sei denn natürlich 2012 haben die Mayas Recht, dann wird in Afrika bestimmt alles super, sagt Roland Emmerich).


Südamerika:
Hmm… Südamerika könnte bei der ganzen Sache noch am glimpflichsten wegkommen. Klar, die holzen sich da zwar gerade den letzten Rest Regenwald weg, der Kommunismus ist wieder auf dem Vormarsch (fragen wir mal Hugo Chavez) und in vielen Teilen ist der Drogenanbau und die Weiterverarbeitung ein wichtiger Teil der Wirtschaft, aber immerhin haben die oft gutes Wetter. Das lockt doch Touristen an… Ach verdammt, die können sich das ja dann wahrscheinlich nicht mehr leisten (Siehe Punkt Europa bzw. Amerika).
Die Drogen würde man wahrscheinlich auch schlechter los und nach China verkaufen dürfte auch schwer werden, denn wie ich die Chinesen kenne, haben die sich ihre entsprechende Infrastruktur schon lange von den Kolumbianern und wie sie alle heißen abgeguckt.
Quintessenz: Export geht den Bach runter, Wirtschaft bricht zusammen…
Okay, ich gebe zu, das ist doch sehr übertrieben, was ich da geschrieben habe, aber zu Südamerika fällt mir gerade nichts besseres ein ;)


Australien/Neuseeland:
Ach ja, die gibt’s ja auch noch…Hmm… Australien wird wahrscheinlich von einer Tierplage ausgelöscht werden. Ob es jetzt Kröten, Kaninchen, Wildhunde oder doch die Kamele sein werden weiß ich nicht, aber ich bin mir sicher, einer wird schon richten. Im Zweifelsfall setzen die Chinesen halt noch ein paar Frachter aufs Great Barrier Reef... Was die Amis können, können die Chinesen doch schon lange…
Neuseeland wird von einer Horde Zombieschafen dem Erdboden gleich gemacht, soviel ist sicher. 




Hab ich noch jemanden vergessen? Wenn ja, dann kommt halt die Klimaerwärmung und setzt alles unter Wasser, trocknet alles aus oder friert alles ein…

Es könnte natürlich sein, dass nichts von dem eintrifft, was ich beschrieben habe, aber das wäre ja langweilig. Oder kann sich einer eine Tagesschau vorstellen, in der es heißt: „Der Wirtschaft geht es so gut, wie seit langem nicht mehr…“ „Neuer Durchbruch beim Umweltschutz…“ „Rosige Aussichten für alle Rentner…“ oder „Deutschlands Weihnachten wird überall weiß…“?


Eben. Wir wollen doch Dramatik, wir wollen doch diese Angst… Nicht? Und warum ist dann die BILD die meistverkaufteste Tageszeitung Deutschlands?

Dienstag, 9. April 2013

Arschlochkinder

Ein Beitrag aus dem Oktober 2009:

Sie sind überall und es kann jeden treffen... Aus heiterem Himmel schlagen sie zu und man kann nichts dagegen tun... Arschlochkinder und ihre ausgewachsenen Pendants!
Dabei sind die Zeichen doch eigentlich eindeutig. Schon von klein auf sind sie nur am Brüllen und warum? Weil sies können. Nicht etwa, weil sie Hunger haben oder in die Windel gemacht haben oder vielleicht Zähne bekommen... Nein, einfach aus purer Freude am Brüllen!
Weiter gehts dann im Kindesalter. Arschlochkinder haben keine Freunde und wenn doch, dann sind es andere Arschlochkinder. Offiziell spielen sie dann draußen im Garten aber wenn man genau hinsieht, stellt man fest, dass das fröhliche Glucksen daher rührt, dass man einer Spinne auf einer Seite die Beine ausgerissen hat, so dass diese nur noch im Kreis laufen kann. Anschließend schnappt man sich dann ein fliegendes Insekt und reißt ihm die Flügel aus, nur um zu sehen wie es hilflos auf dem Boden umher brummt. In der Schule erkennt man sie außerdem daran, dass sie schon mit dem zarten Alter von 7 Jahren ein so diabolisches Lachen haben, das alle James Bond Bösewichte vor Neid erblassen lassen würde.
In der folgenden Phase fällt es noch leichter diese Archlochkinder zu identifizieren. Hauptsächlich, weil sie mit Ed Hardy Bling-Bling T-Shirt und Mütze ihren Vokuhila spazieren tragen, während in der linken Hand das Handy mittels irgend eines austauschbaren Hip Hop/RnB Interpreten die nähere Umgebunug terrorisiert.
Irgendwann sind diese Arschlochkinder dann ausgewachsene Arschlöcher, die sich in der harten Berufswelt zurecht finden müssen. Da bieten sich dann natürlich besonders Berufe an, in denen man seinen Mitmenschen das Leben besonders schwer machen kann. Viele mögen da zum Beispiel an den Beruf des Zahnarztes denken, doch man sollte sich nicht von Äußerlichkeiten täuschen lassen. Die meisten Zahnärzte sind einfach nur Sadisten. Ist auch klar, denn dafür ist ein Studium erforderlich, was schon 90% der ehemaligen Arschlochkinder ausschließt.
Prädestinierte Berufe sind schon eher Hausmeister, Gerichtsvollzieher oder, ganz beliebt, Bus- und Straßenbahnfahrer.
Der Hausmeister mag es zum Beispiel gar nicht, wenn er gebraucht wird. Schon gar nicht mehrmals in der Woche. Und dann auch noch von ein und derselben Person. Dann muss man halt mal drei Tage kalt duschen und auf Strom verzichten, das haben die Leute nach dem Krieg doch auch geschafft...
Der Gerichtsvollzieher dagegen hat eigentlich gar nichts gegen seinen Job, nur die ganzen aufgebrachten Leute gehen einem irgendwann gehörig auf die Nerven. Deshalb gibt in der Ausbildung eine Trainingswoche in der Reklamationsabteilung von IKEA. Dort werden die herngehenden Berufsarschlöcher gezielt abgestumpft, so dass ihnen das ausüben des Berufs nicht zu einer zu großen Qual wird.
Wer es aber als ehemaliges Arschlochkind wirklich zu etwas bringen will, der wird Bus- und Bahnfahrer. Was für ein Genuss es für diese Menschen sein muss, wenn die Leute voller Hoffnung auf den Bus oder die Bahn zustürmen und dann quasi im Moment der größten Erleichterung über das Erreichen der Bahn jäh wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeworfen werden, wenn der Fahrer vor ihrer Nase und breit grinsend wegfährt.
Das Meisterstück eines jeden Arschloch-Bus-und-Bahnfahrers ist es allerdings, wenn er es schafft früher als nötig an einer Haltestelle zu sein und es den nachkommenden, eigentlich immer noch pünktlichen Fahrgästen unmöglich macht, in den Bus einzusteigen. Was für ein selbstzufriedenes Arschloch man doch sein muss um bei sowas noch nicht einmal ansatzweise so etwas wie ein schlechtes Gewissen zu haben.


P.S.: Eigene Erfahrungen des Autors könnten evtl. zu dieser doch recht subjektiven Ansicht geführt haben.

Montag, 8. April 2013

Straßenbahn-Zombies

Hier nun ein Beitrag aus dem Dezember 2008:

Wer desöfteren besonders zu morgendlichen Stoßzeiten mit dem ÖPNV unterwegs ist, der kennt das: Lethargisch vor sich hinguckengende Menschendarsteller hieven sich Haltestelle für Haltestelle in das Gefährt. Allerdings scheint es so, dass besonders der Akt des in die Straßenbahneinsteigens einen ungeheuren Energieeinsatz verlangt. Wie sonst ist es zu erklären, dass diese Masse von minderjährigen Lehrerquälern nicht in der Lage ist, auch nur einen weiteren Schritt zu machen, sobald sie sich innerhalb der Straßenbahn befindet?
Aus irgendeinem Grund sendet der rudimentäre Resthirnbrei anscheinend keine motorischen Signale mehr an die Beine, sobald er registriert, dass sich die nach außen hin menschlich wirkende Hülle innerhalb eines Vehikels befindet.
Komischerweise sind andere Körperfunktionen im Gegensatz dazu höchst aktiv. Zum Beispiel diejenigen, die dafür sorgen, dass Bushido aus dem Handy den Näheren Umkreis mit seinen lyrischen Ergüssen beglückt...
Solange der geneigte Betrachter sich an diesen Luftverbrauchern vorbeiwinden und eine für die Fahrt geeignete Stehfläche außerhalb des Türbereiches erobern kann, braucht ihn das höchstens peripher zu tangieren (abhängig von dem jeweiligen Zeitdruck). Dann kann man nämlich mit interessierter Neugier beobachten, wie sich diese leblose Masse Mensch immer weiter verdichtet. An den Rändern trifft man von Zeit zu Zeit sogar auf einen Anflug von Menschenverstand, wenn sich einzelne Objekte zwei Schritte weiter in den Straßenbahninnenraum bewegen.
Allerdings blebien diese dann auch wieder sofort stehen, was mich an meine Eingangsthese mit dem ungeheuren Energieverbrauch erinnert.
Dieser scheint so groß zu sein, dass das Gehirn tatsächlich alle Ressourcen auf das nötigste Bündeln muss. Da fällt dann Denkvermögen oder Reizübertragung an die Beinmuskulatur auch schonmal hinten raus...
Stellt sich die Frage: Was tun, wenn ich selbst einmal in so einem Pulk feststecke, weil er schon existierte, bevor ich eingestiegen bin?
Nun ja, sprechenden Menschen kann geholfen werden...
Eine Aufforderung, doch bitte einmal ein paar Schritte in den Gang zu machen bewirkt wahre Wunder. Diese basieren auf zwei möglichen Reaktionen.
1. Man wird angesehen wie der Messias höchstpersönlich. Nicht nur, dass es jemand wagt zu einer Zeit die Stimme zu erheben, zu der der Rest noch nicht mal in der Lage ist, einen klaren Gedanken zu fassen, nein, es wird auch noch ein sinnvoller Vorschlag gemacht.
2. Man wird erstmal mit einem emotionlosen, leeren Blick angeschaut (so ca. 5 Sekunden). In dieser Phase verarbeitet die Gehirnprothese die Riesenmenge an Informationen, die gerade auf sie eingeprasselt sind ("Könnt ihr mal ein bisschen weiter durchgehen?").
Dann folgt die Realisierungsphase, in der dem Subjekt klar wird, dass diese Aufforderung an ihn gewandt war. Mit einiger Verzögerung wird zudem erkannt, dass damit auch noch eine Bewegung verbunden ist.
Zum Glück geht der "Denkprozess" meist nicht großartig darüber hinaus. Es wird kurz ein Unmut-ausdrückender Laut bezüglich der anstehenden Bewegung von sich gegeben und dann setzt sich die wabernde Masse langsam aber unsicher in Bewegung, so dass zumindest auch der letzte sich noch hinter die Lichtschranke quetschen kann.
Und an der nächsten Haltestelle geht das Spiel dann von vorne los...

Es drängt sich die Frage auf, warum dies nun so ist.
Ich vermute, es ist die uns Menschen innewohnende, allgegenwärtige Angst, nicht rechtzeitig zur Türe zu gelangen und den Ausstieg zu verpassen. Jeder versucht, so nah wie möglich am sicheren Ausstieg zu bleiben, damit auch ja nichts schiefgeht.
Dumm nur, wenn dadurch eine undurchdringliche Masse gebildet wird, die genau das Gegenteil bewirkt. Zumal min. 75% der Leute an ein und derselben Haltestelle wieder aussteigen und die Angst damit beim Großteil somit unbegründet ist. Beim Rest wiederum wird sie dadurch sogar noch noch verstärkt, was die Situation nicht gerade entspannt.

Ein Teufelskreis...

Sonntag, 7. April 2013

Das merkwürdige Verhalten pubertierender Großstädter bei der Aussehensgestaltung

Dieser Eintrag stammt aus dem Januar 2008 und ist inzwischen nicht mehr ganz so aktuell, aber immer noch recht amüsant zu lesen, wie ich finde:

Langer Titel kurzer Sinn: Egal wo man rumläuft, die Jugend von heute ist in modischen Fragen offensichtlich schmerzfrei.
Gut, an die Hosen in der Kniekehle hat man sich ja schon gewöhnt und zum Glück ist dieses Phänomen nicht mehr ganz so häufig anzutreffen, wie noch vor ein paar Jahren (ganz los sind wir es leider noch immer nicht), aber was zur Zeit auf Deutschlands Straßen rumschlurft ist schon nicht mehr feierlich.

Mützen:
Früher waren Mützen da, um vor unerwünschter Sonneneinstrahlung zu schützen. Das ist heute eher ein positiver Nebeneffekt. Die Mütze (damit ist bei mir eine Base Cap gemeint) ist heute ein modisches Accessoir. Soweit, so unspektakulär. Aber was sollen diese Mützen, die wie ein Krönchen auf die frischgegelten Haare gesetzt werden und so noch ein gutes Stück über den Kopf herausragen? Leiden diese Typen an Entschlussschwäche? Haben sie zu wenig Selbstbewusstsein und müssen sich größer machen, als sie eh nicht sind? Wer da näheres weiß, darf sich ruhig frei fühlen, sein Wissen mit mir zu teilen. Ach ja, ist dieser Wunsch, die Mützen vom Kopf zu schlagen eigentlich natürlich oder sollte ich mal einen Arzt meines Vertrauens aufsuchen?

VoKuHiLa:
Irre ich mich oder ist es nicht schon längst ein gesellschaftlicher Konsens, dass Vokuhilas scheiße aussehen? Und wenn ja, warum gibts den jetzt wieder? Immer wieder laufen mir Kerle vor die Füße, die mit diesem "stylischen" Haarschnitt an Haltestellen oder sonstigen öffentlichen Plätzen rumposen. Die "Krönung" ist dann das hochgelen der oberen Haare, damit die gefärbten Spitzen auch besser zur Geltung kommen. Gerne wird dabei auch wieder die Kombination mit der oben genannten Mütze gewählt, die dann vor jeder verfügbaren spiegelnden Fläche auf den richtigen Sitz überprüft und angepasst wird. Wers braucht...

Herrenhandtasche:
Täusche ich mich, oder waren Herrenhandtaschen vor einiger Zeit noch das Markenzeichen von spießigen (Vor)ruheständlern? Aber wenn man sich diese Teile quer über den Oberkörper hängt und dann auch noch Dolce & Gabbana, Louis Vuitton und wie sie alle heißen draufsteht, dann ist das up-to-date? Vor allem, was hat ein "Mann" denn überhaupt, was er da hinein packen könnte? Gut, vielleicht eine Ersatzmütze und Gel zum Nachbessern des Vokuhilas, aber ich habe ja von Männern gesprochen...

Das bringt mich zu folgender These:

Da (zumindest aus meiner Perspektive) diese Phänomene auch in der beschriebenen Reihenfolge aufgetreten sind, kann durchaus ein kausaler Zusammenhang zwischen ihnen bestehen.

Stellen wir uns also eine heiße Gegend vor, sagen wir irgendwo in der Gegend von Südost-Europa und Asien. Die Sonne knallt nur so von oben herab. Ein einsam reisender Wanderer möchte sich sich vor der sengenden Hitze schützen, hat aber aus Versehen die Mütze seines kleinen Bruders eingesteckt, die ihm logischerweise zu klein ist und somit absteht. Da er länger unterwegs ist, wachsen seine Haare immer weiter. Da ihn aber die verschwitzten Haare unter der Mütze und im Gesicht stören, schneidet er sie ab. Nur die Haare im Nacken bleiben lang, damit auch dieser geschützt ist. Und da er ein Reisender ist, hat er ne Tasche dabei. Diese Figur sieht dann ein deutsches Immigrantenkind, das gerade zu Besuch bei der Großtante aus dem Herkunftsland ist und ist hellauf begeistert von dem grandiosen Outfit.
Warum? Das muss man das Immigrantenkind fragen...

Überführung alter Blog-Posts

Ich werde nun von Zeit zu Zeit ein paar ältere Blog-Posts von meiner alten Blog-Seite hierhin überführen, allerdings nicht alles. Das wird dann quasi ein Best-Of. Zumindest aus meiner Sicht...