Hier gehts um alles alles und nichts. Wenn ich ein Thema habe, das mich zunehmend beschäftigt und ich meine, meine Meinung dazu in die Welt hinauszuposaunen zu müssen, dann landet sie hier. Oder wenn mir die "Kreativität" in den Fingern juckt... Oder wenn ich einfach einen Gedankenfurz habe, den ich unbedingt mit der Welt teilen will... Das Gute ist ja, hier kriegt's ja eh keiner mit ;)
Ein Beitrag aus dem Mai 2010, aber immer noch aktuell:
So, jetzt ist es also endlich so weit. Die Welt geht offiziell den Bach runter… Ich habs ja immer gewusst…
Woher ich das weiß? Schauen wir uns die Lage doch einmal an: Europa:
Griechenland ist pleite. Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf,
kann der Rest Europas natürlich nicht tatenlos zusehen, sondern hilft
im Gegenteil noch tatkräftig mit. Wenn Griechenland tatsächlich bankrott
gehen sollte, würde es Spanien, Portugal, Italien und Irland gleich mit
hineinziehen. Sagen die „Experten“. Also schmeißen wir Griechenland mit
Geld, oh Verzeihung, ich meine natürlich Krediten, zu, damit die ihr
Sparprogramm durchziehen können, von dem „Experten“ sagen, dass es aber
eh nicht in der Form eingehalten werden kann wie es uns überall
versprochen wird. Mal abgesehen davon, dass es die Bürger gar nicht erst
einsehen, von 14 Monatsgehältern, vielfach komplett sinnbefreiten
Beamtenarbeitsplätzen und Klüngelei abzusehen, wird das Sparpaket die
Binnennachfrage in den Keller treiben und somit der Wirtschaft noch mehr
zusetzen, als es die allgemeine Wirtschaftslage eh schon tut.
Halten wir also fest, Griechenland geht Pleite, nimmt die anderen Länder
mit und dann werden wir auch mit in den Sog gerissen und kommen aus dem
„Missgeschick“ nicht mehr raus. Amerika:
Steht spätestens seit der Wahl Obamas quasi dauerhaft am Abgrund, wenn
man diversen konservativen Kommentatoren Glauben schenken darf. Mal
abgesehen davon, dass Obama wahlweise der Satan oder eine Reinkarnation
Hitlers ist (siehe entsprechende Berichte hier in diesem Blog), hat er
die USA spätestens mit der Gesundheitsreform in den totalitären
Sozialismus getrieben, was da drüben an sich schon ein sicheres Zeichen
für die drohende Apokalypse ist.
Dann gibt es ja immer noch diese Finanzkrise, an der die USA auch noch
zu knabbern haben. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels, denn wie
kürzlich vermeldet wurde, haben die Banken, denen mit Milliarden Dollar
Krediten das Überleben gesichert wurde, in den letzten Monaten an jedem
Tag mehrere Millionen Dollar Gewinn gemacht, es war nicht ein einziger
Tag mit Verlusten zu verzeichnen. Und womit haben die werten Herren das
alles erwirtschaftet? Mit Handel, mit Aktien und Staatsanleihen und all
dem anderen, was man halt so als Bank macht… Aber Moment,
Staatsanleihen? Ja! Die Banken verleihen das Geld, was sie von der
amerkanischen Notenbank mit einem Basiszins von 0% geliehen haben wieder
mit Zinsen zurück an die Regierung.
Scheint so, als wäre das Licht wohl doch nur der heranrasende Zug gewesen…
Ach ja, und dann ist da ja noch das Ölleck, was mal eben 800.000 Liter
Öl am Tag in den Golf von Mexiko pustet. Was da alles schief gelaufen
ist, möchte ich lieber gar nicht aufzählen Aber gut zu wissen, dass
keiner von den Verantwortlichen Schuld war, dass so etwas passieren
konnte… Anscheinend versuchen die Amerikaner wirklich alles, um ihr Land
noch weiter in den Dreck zu ziehen. Asien:
China. Muss man noch mehr sagen? Bald wird China die Welt regieren, das
ist im Moment die allgemeingültige These. Aber ich für meinen Teil
vermute, dass es, wenn es denn überhaupt soweit kommen sollte, nicht von
langer Dauer sein wird. Wenn man sich nämlich einmal überlegt, dass die
Chinesen jetzt schon riesige Probleme mit der Umwelt haben, obwohl ein
Großteil der Bevölkerung noch weit von unserem technologischen
„Fortschritt“ entfernt ist, wie wird es wohl sein, wenn dieser Teil mit
uns gleichgezogen ist (oder uns auf der Hälfte des Weges schon überholt
hat, weil es mit uns schon wieder bergab geht)?
Vermutlich wird sich dann eine gewisse Selbstregulierung einstellen, die nicht unbedingt von Vorteil für die Chinesen sein wird.
Das ist aber nur eine völlig aus der Luft gegriffene Vermutung, der in
keinster Weise eine faktenbasierte Untersuchung zugrunde liegt. Afrika:
So tragisch es ist, aber Afrika hatte doch von Anfang an nie eine
wirkliche Chance. Erst die Kolonialisierung und dann das Auf und Ab der
verschiedensten Diktatoren mit ihren Kriegen. Dazu kommt die
Abhängigkeit von den Industrienationen, die nach der Kolonialisierung
alles wieder gut machen wollten und mit Ihrer Entwicklungshilfe alles
noch schlimmer gemacht haben. Sei es durch die (un)(gewollte)
Unterstützung von menschenverachtenden Regimen oder der konstante Aufbau
einer Abhängigkeit, welche die Menschen von Ihrer angestammten
Lebensweise abbrachte und so die Armut weiter förderte.
Das mag zwar sehr schwarz weiß klingen und ist bestimmt nicht auf alle
Länder anzuwenden, aber Fakt ist nunmal, ein Großteil der Länder Afrikas
ist inzwischen auf Entwicklungshilfe angewiesen. Wenn der Rest der Welt
jedoch Pleite geht und China nicht freimütig die ganzen Zahlungen
übernimmt, wird es auch für den schwarzen Kontinent extrem eng (Es sei
denn natürlich 2012 haben die Mayas Recht, dann wird in Afrika bestimmt
alles super, sagt Roland Emmerich). Südamerika:
Hmm… Südamerika könnte bei der ganzen Sache noch am glimpflichsten
wegkommen. Klar, die holzen sich da zwar gerade den letzten Rest
Regenwald weg, der Kommunismus ist wieder auf dem Vormarsch (fragen wir
mal Hugo Chavez) und in vielen Teilen ist der Drogenanbau und die
Weiterverarbeitung ein wichtiger Teil der Wirtschaft, aber immerhin
haben die oft gutes Wetter. Das lockt doch Touristen an… Ach verdammt,
die können sich das ja dann wahrscheinlich nicht mehr leisten (Siehe
Punkt Europa bzw. Amerika).
Die Drogen würde man wahrscheinlich auch schlechter los und nach China
verkaufen dürfte auch schwer werden, denn wie ich die Chinesen kenne,
haben die sich ihre entsprechende Infrastruktur schon lange von den
Kolumbianern und wie sie alle heißen abgeguckt.
Quintessenz: Export geht den Bach runter, Wirtschaft bricht zusammen…
Okay, ich gebe zu, das ist doch sehr übertrieben, was ich da geschrieben
habe, aber zu Südamerika fällt mir gerade nichts besseres ein ;) Australien/Neuseeland:
Ach ja, die gibt’s ja auch noch…Hmm… Australien wird wahrscheinlich von
einer Tierplage ausgelöscht werden. Ob es jetzt Kröten, Kaninchen,
Wildhunde oder doch die Kamele sein werden weiß ich nicht, aber ich bin
mir sicher, einer wird schon richten. Im Zweifelsfall setzen die
Chinesen halt noch ein paar Frachter aufs Great Barrier Reef... Was die
Amis können, können die Chinesen doch schon lange…
Neuseeland wird von einer Horde Zombieschafen dem Erdboden gleich gemacht, soviel ist sicher.
Hab ich noch jemanden vergessen? Wenn ja, dann kommt halt die
Klimaerwärmung und setzt alles unter Wasser, trocknet alles aus oder
friert alles ein…
Es könnte natürlich sein, dass nichts von dem eintrifft, was ich
beschrieben habe, aber das wäre ja langweilig. Oder kann sich einer eine
Tagesschau vorstellen, in der es heißt: „Der Wirtschaft geht es so gut,
wie seit langem nicht mehr…“ „Neuer Durchbruch beim Umweltschutz…“
„Rosige Aussichten für alle Rentner…“ oder „Deutschlands Weihnachten
wird überall weiß…“?
Eben. Wir wollen doch Dramatik, wir wollen doch diese Angst… Nicht? Und
warum ist dann die BILD die meistverkaufteste Tageszeitung Deutschlands?
Sie sind überall und es kann jeden treffen... Aus heiterem Himmel
schlagen sie zu und man kann nichts dagegen tun... Arschlochkinder und
ihre ausgewachsenen Pendants!
Dabei sind die Zeichen doch eigentlich eindeutig. Schon von klein auf
sind sie nur am Brüllen und warum? Weil sies können. Nicht etwa, weil
sie Hunger haben oder in die Windel gemacht haben oder vielleicht Zähne
bekommen... Nein, einfach aus purer Freude am Brüllen!
Weiter gehts dann im Kindesalter. Arschlochkinder haben keine Freunde
und wenn doch, dann sind es andere Arschlochkinder. Offiziell spielen
sie dann draußen im Garten aber wenn man genau hinsieht, stellt man
fest, dass das fröhliche Glucksen daher rührt, dass man einer Spinne auf
einer Seite die Beine ausgerissen hat, so dass diese nur noch im Kreis
laufen kann. Anschließend schnappt man sich dann ein fliegendes Insekt
und reißt ihm die Flügel aus, nur um zu sehen wie es hilflos auf dem
Boden umher brummt. In der Schule erkennt man sie außerdem daran, dass
sie schon mit dem zarten Alter von 7 Jahren ein so diabolisches Lachen
haben, das alle James Bond Bösewichte vor Neid erblassen lassen würde.
In der folgenden Phase fällt es noch leichter diese Archlochkinder zu
identifizieren. Hauptsächlich, weil sie mit Ed Hardy Bling-Bling T-Shirt
und Mütze ihren Vokuhila spazieren tragen, während in der linken Hand
das Handy mittels irgend eines austauschbaren Hip Hop/RnB Interpreten
die nähere Umgebunug terrorisiert.
Irgendwann sind diese Arschlochkinder dann ausgewachsene Arschlöcher,
die sich in der harten Berufswelt zurecht finden müssen. Da bieten sich
dann natürlich besonders Berufe an, in denen man seinen Mitmenschen das
Leben besonders schwer machen kann. Viele mögen da zum Beispiel an den
Beruf des Zahnarztes denken, doch man sollte sich nicht von
Äußerlichkeiten täuschen lassen. Die meisten Zahnärzte sind einfach nur
Sadisten. Ist auch klar, denn dafür ist ein Studium erforderlich, was
schon 90% der ehemaligen Arschlochkinder ausschließt.
Prädestinierte Berufe sind schon eher Hausmeister, Gerichtsvollzieher oder, ganz beliebt, Bus- und Straßenbahnfahrer.
Der Hausmeister mag es zum Beispiel gar nicht, wenn er gebraucht wird.
Schon gar nicht mehrmals in der Woche. Und dann auch noch von ein und
derselben Person. Dann muss man halt mal drei Tage kalt duschen und auf
Strom verzichten, das haben die Leute nach dem Krieg doch auch
geschafft...
Der Gerichtsvollzieher dagegen hat eigentlich gar nichts gegen seinen
Job, nur die ganzen aufgebrachten Leute gehen einem irgendwann gehörig
auf die Nerven. Deshalb gibt in der Ausbildung eine Trainingswoche in
der Reklamationsabteilung von IKEA. Dort werden die herngehenden
Berufsarschlöcher gezielt abgestumpft, so dass ihnen das ausüben des
Berufs nicht zu einer zu großen Qual wird.
Wer es aber als ehemaliges Arschlochkind wirklich zu etwas bringen will,
der wird Bus- und Bahnfahrer. Was für ein Genuss es für diese Menschen
sein muss, wenn die Leute voller Hoffnung auf den Bus oder die Bahn
zustürmen und dann quasi im Moment der größten Erleichterung über das
Erreichen der Bahn jäh wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeworfen
werden, wenn der Fahrer vor ihrer Nase und breit grinsend wegfährt.
Das Meisterstück eines jeden Arschloch-Bus-und-Bahnfahrers ist es
allerdings, wenn er es schafft früher als nötig an einer Haltestelle zu
sein und es den nachkommenden, eigentlich immer noch pünktlichen
Fahrgästen unmöglich macht, in den Bus einzusteigen. Was für ein
selbstzufriedenes Arschloch man doch sein muss um bei sowas noch nicht
einmal ansatzweise so etwas wie ein schlechtes Gewissen zu haben.
P.S.: Eigene Erfahrungen des Autors könnten evtl. zu dieser doch recht subjektiven Ansicht geführt haben.
Wer desöfteren besonders zu morgendlichen Stoßzeiten mit dem ÖPNV
unterwegs ist, der kennt das: Lethargisch vor sich hinguckengende
Menschendarsteller hieven sich Haltestelle für Haltestelle in das
Gefährt. Allerdings scheint es so, dass besonders der Akt des in die
Straßenbahneinsteigens einen ungeheuren Energieeinsatz verlangt. Wie
sonst ist es zu erklären, dass diese Masse von minderjährigen
Lehrerquälern nicht in der Lage ist, auch nur einen weiteren Schritt zu
machen, sobald sie sich innerhalb der Straßenbahn befindet?
Aus irgendeinem Grund sendet der rudimentäre Resthirnbrei anscheinend
keine motorischen Signale mehr an die Beine, sobald er registriert, dass
sich die nach außen hin menschlich wirkende Hülle innerhalb eines
Vehikels befindet.
Komischerweise sind andere Körperfunktionen im Gegensatz dazu höchst
aktiv. Zum Beispiel diejenigen, die dafür sorgen, dass Bushido aus dem
Handy den Näheren Umkreis mit seinen lyrischen Ergüssen beglückt...
Solange der geneigte Betrachter sich an diesen Luftverbrauchern
vorbeiwinden und eine für die Fahrt geeignete Stehfläche außerhalb des
Türbereiches erobern kann, braucht ihn das höchstens peripher zu
tangieren (abhängig von dem jeweiligen Zeitdruck). Dann kann man nämlich
mit interessierter Neugier beobachten, wie sich diese leblose Masse
Mensch immer weiter verdichtet. An den Rändern trifft man von Zeit zu
Zeit sogar auf einen Anflug von Menschenverstand, wenn sich einzelne
Objekte zwei Schritte weiter in den Straßenbahninnenraum bewegen.
Allerdings blebien diese dann auch wieder sofort stehen, was mich an
meine Eingangsthese mit dem ungeheuren Energieverbrauch erinnert.
Dieser scheint so groß zu sein, dass das Gehirn tatsächlich alle
Ressourcen auf das nötigste Bündeln muss. Da fällt dann Denkvermögen oder
Reizübertragung an die Beinmuskulatur auch schonmal hinten raus...
Stellt sich die Frage: Was tun, wenn ich selbst einmal in so einem Pulk
feststecke, weil er schon existierte, bevor ich eingestiegen bin?
Nun ja, sprechenden Menschen kann geholfen werden...
Eine Aufforderung, doch bitte einmal ein paar Schritte in den Gang zu
machen bewirkt wahre Wunder. Diese basieren auf zwei möglichen
Reaktionen.
1. Man wird angesehen wie der Messias höchstpersönlich. Nicht nur, dass
es jemand wagt zu einer Zeit die Stimme zu erheben, zu der der Rest noch
nicht mal in der Lage ist, einen klaren Gedanken zu fassen, nein, es
wird auch noch ein sinnvoller Vorschlag gemacht.
2. Man wird erstmal mit einem emotionlosen, leeren Blick angeschaut (so
ca. 5 Sekunden). In dieser Phase verarbeitet die Gehirnprothese die
Riesenmenge an Informationen, die gerade auf sie eingeprasselt sind
("Könnt ihr mal ein bisschen weiter durchgehen?").
Dann folgt die Realisierungsphase, in der dem Subjekt klar wird, dass
diese Aufforderung an ihn gewandt war. Mit einiger Verzögerung wird
zudem erkannt, dass damit auch noch eine Bewegung verbunden ist.
Zum Glück geht der "Denkprozess" meist nicht großartig darüber hinaus.
Es wird kurz ein Unmut-ausdrückender Laut bezüglich der anstehenden
Bewegung von sich gegeben und dann setzt sich die wabernde Masse langsam
aber unsicher in Bewegung, so dass zumindest auch der letzte sich noch
hinter die Lichtschranke quetschen kann.
Und an der nächsten Haltestelle geht das Spiel dann von vorne los...
Es drängt sich die Frage auf, warum dies nun so ist.
Ich vermute, es ist die uns Menschen innewohnende, allgegenwärtige
Angst, nicht rechtzeitig zur Türe zu gelangen und den Ausstieg zu
verpassen. Jeder versucht, so nah wie möglich am sicheren Ausstieg zu
bleiben, damit auch ja nichts schiefgeht.
Dumm nur, wenn dadurch eine undurchdringliche Masse gebildet wird, die
genau das Gegenteil bewirkt. Zumal min. 75% der Leute an ein und
derselben Haltestelle wieder aussteigen und die Angst damit beim
Großteil somit unbegründet ist. Beim Rest wiederum wird sie dadurch
sogar noch noch verstärkt, was die Situation nicht gerade entspannt.
Ein Teufelskreis...
Dieser Eintrag stammt aus dem Januar 2008 und ist inzwischen nicht mehr ganz so aktuell, aber immer noch recht amüsant zu lesen, wie ich finde:
Langer Titel kurzer Sinn: Egal wo man rumläuft, die Jugend von heute ist in modischen Fragen offensichtlich schmerzfrei.
Gut, an die Hosen in der Kniekehle hat man sich ja schon gewöhnt und zum
Glück ist dieses Phänomen nicht mehr ganz so häufig anzutreffen, wie
noch vor ein paar Jahren (ganz los sind wir es leider noch immer
nicht), aber was zur Zeit auf Deutschlands Straßen rumschlurft ist schon
nicht mehr feierlich. Mützen:
Früher waren Mützen da, um vor unerwünschter Sonneneinstrahlung zu
schützen. Das ist heute eher ein positiver Nebeneffekt. Die Mütze (damit
ist bei mir eine Base Cap gemeint) ist heute ein modisches Accessoir.
Soweit, so unspektakulär. Aber was sollen diese Mützen, die wie ein
Krönchen auf die frischgegelten Haare gesetzt werden und so noch ein
gutes Stück über den Kopf herausragen? Leiden diese Typen an
Entschlussschwäche? Haben sie zu wenig Selbstbewusstsein und müssen sich
größer machen, als sie eh nicht sind? Wer da näheres weiß, darf sich
ruhig frei fühlen, sein Wissen mit mir zu teilen. Ach ja, ist dieser
Wunsch, die Mützen vom Kopf zu schlagen eigentlich natürlich oder sollte
ich mal einen Arzt meines Vertrauens aufsuchen? VoKuHiLa:
Irre ich mich oder ist es nicht schon längst ein gesellschaftlicher
Konsens, dass Vokuhilas scheiße aussehen? Und wenn ja, warum gibts den
jetzt wieder? Immer wieder laufen mir Kerle vor die Füße, die mit diesem
"stylischen" Haarschnitt an Haltestellen oder sonstigen öffentlichen
Plätzen rumposen. Die "Krönung" ist dann das hochgelen der oberen Haare,
damit die gefärbten Spitzen auch besser zur Geltung kommen. Gerne wird
dabei auch wieder die Kombination mit der oben genannten Mütze gewählt,
die dann vor jeder verfügbaren spiegelnden Fläche auf den richtigen Sitz
überprüft und angepasst wird. Wers braucht... Herrenhandtasche:
Täusche ich mich, oder waren Herrenhandtaschen vor einiger Zeit noch das
Markenzeichen von spießigen (Vor)ruheständlern? Aber wenn man sich
diese Teile quer über den Oberkörper hängt und dann auch noch Dolce
& Gabbana, Louis Vuitton und wie sie alle heißen draufsteht, dann
ist das up-to-date? Vor allem, was hat ein "Mann" denn überhaupt, was er
da hinein packen könnte? Gut, vielleicht eine Ersatzmütze und Gel zum
Nachbessern des Vokuhilas, aber ich habe ja von Männern gesprochen...
Das bringt mich zu folgender These:
Da (zumindest aus meiner Perspektive) diese Phänomene auch in der
beschriebenen Reihenfolge aufgetreten sind, kann durchaus ein kausaler
Zusammenhang zwischen ihnen bestehen.
Stellen wir uns also eine heiße Gegend vor, sagen wir irgendwo in der
Gegend von Südost-Europa und Asien. Die Sonne knallt nur so von oben
herab. Ein einsam reisender Wanderer möchte sich sich vor der sengenden
Hitze schützen, hat aber aus Versehen die Mütze seines kleinen Bruders
eingesteckt, die ihm logischerweise zu klein ist und somit absteht. Da
er länger unterwegs ist, wachsen seine Haare immer weiter. Da ihn aber
die verschwitzten Haare unter der Mütze und im Gesicht stören, schneidet
er sie ab. Nur die Haare im Nacken bleiben lang, damit auch dieser
geschützt ist. Und da er ein Reisender ist, hat er ne Tasche dabei.
Diese Figur sieht dann ein deutsches Immigrantenkind, das gerade zu
Besuch bei der Großtante aus dem Herkunftsland ist und ist hellauf
begeistert von dem grandiosen Outfit.
Warum? Das muss man das Immigrantenkind fragen...
Ich werde nun von Zeit zu Zeit ein paar ältere Blog-Posts von meiner alten Blog-Seite hierhin überführen, allerdings nicht alles.Das wird dann quasi ein Best-Of. Zumindest aus meiner Sicht...