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Dienstag, 27. August 2013

Der Syrienkonflikt oder die Frage, was mich am meisten ankotzt



Manchmal könnte ich kotzen. Gut, da bin ich wahrscheinlich nicht alleine mit auf der Welt, aber es kommt ja auch auf den Anlass an. Es geht diesmal um den kranken Zustand unserer Welt im Allgemeinen und im nahen Osten im Speziellen. 

Kommen wir zum Kotzgrund Nummer 1:
Seit über einem Jahr führt der syrische Herrscher  Baschar al-Assad Krieg gegen sein eigenes Volk, welches sich im Zuge des arabischen Frühlings gegen ihn aufgelehnt hat. In letzter Zeit schien es eine Art Pattsituation gegeben zu haben, mal kämpften sich die Rebellen vor, mal schlug Assad zurück. Millionen Menschen sind bereits geflüchtet und es gab unzählige zivile Opfer.
Die große Frage war nun, wie steht die Weltgemeinschaft zu dem ganzen Thema? Die Antwort: Tief gespalten. Auf der einen Seite "der Westen" mit dem Meinungsführer USA. Deren Präsident Barack Obama hatte sich eine ganze Zeit sehr zurückhaltend zu dem Thema geäußert, wohlwissend, dass Krieg das letzte ist, was seine Bürger jetzt brauchen, wo sie doch immer noch ihre eigenen Probleme in Form der Überwältigung der Finanzkrise haben. Doch auf der anderen Seite wuchs der politische Druck auf Obama, Stellung zu beziehen. So ließ sich dieser zu der Aussage drängen, dass, wenn in Syrien die "rote Linie", also der Einsatz von biologischen oder chemischen Waffen, überschritten würde, sich die USA genötigt fühlen würden, in den Konflikt einzugreifen. Dieser Ansicht stimmten dann auch diverse andere westliche Staaten, wie z.B. Großbritannien, zu. Auf der anderen Seite befinden sich die Länder, die mehr oder weniger offen zu Assad stehen, namentlich hervorzuheben sind dort China und besonders Russland. Diese hatten bisher recht gute Beziehungen zu dem Regime, war es doch eine gute Einnahmequelle für militärische Exporte und dergleichen. Als nun der Konflikt voranschritt und im UNO Sicherheitsrat ein härteres Vorgehen gegen das Regime diskutiert wurde, ist dieses regelmäßig an den Vetos der beiden Großmächte gescheitert.

Ein weiteres Problem in diesem eh schon brisanten Konflikt trat im Laufe der Zeit ebenfalls immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit, mein Kotzgrund Nummer 2: Die Rebellen.
Wurde die Revolution möglicherweise noch durch Menschen gestartet, die mit demokratischen Mitteln eine neue Regierung einsetzen wollten, so wandelte sich die Zusammensetzung der Rebellen mit der Zeit immer mehr. Inzwischen gibt es viele verschiedene Gruppen, die zwar das Ziel eint, Baschar al-Assad abzusetzen, jedoch gibt es unzählige Vorstellungen davon, was in der Zeit danach passieren soll. Unter diesen Leuten sind auch viele Gruppen, die dem Westen nicht gerade wohlgesonnen sind.
Sollte es also zu einem Eingriff des Westens kommen, wie kann dann sichergestellt werden, dass man die Pest nicht durch Cholera ersetzt? Die USA haben dies zumindest versucht und die angeblich "guten" Rebellen mit Waffen versorgt. Ob es ihnen gelungen ist, sei mal dahingestellt.

Springen wir nun zu den aktuellen Ereignissen. Inzwischen scheint es als gesichert, dass in Syrien Giftgas gegen die Bevölkerung eingesetzt wurde. Wir erinnern uns, Barack Obama hatte dies als die rote Linie bezeichnet, die nicht überschritten werden dürfe. Weiterhin behindert das Assad Regime die unabhängigen Inspekteure der UNO, so dass sie erst Tage nach dem Angriff Untersuchungen in dem betroffenen Gebiet vornehmen können, um die Meldungen zu bestätigen. Auf dem Weg dorthin wurde zudem vermeldet, dass der UNO Konvoi von Heckenschützen angegriffen wurde. Nichtsdestotrotz werden die Untersuchungen schließlich durchgeführt und der Giftgaseinsatz wird tatsächlich bestätigt. Die Drähte zwischen Washington und seinen Partnern laufen inzwischen heiß, ein militärisches Eingreifen scheint unumgänglich und muss dementsprechend koordiniert werden.

Herzlich willkommen zu Kotzgrund Nummer 3:
Die UNO hat festgestellt, dass Giftgas eingesetzt wurde. Dies war das einzige Ziel der Aufklärungsmission. Es wurde, zumindest von den UNO Inspekteuren, anscheinend keine Aussage darüber gemacht, von wem dieser Angriff ausging. Die erste Vermutung ist natürlich, dass das Assad Regime dafür verantwortlich zeichnet und würde ich mit einer Knarre am Kopf gezwungen, mich zu entscheiden, würde ich wahrscheinlich auch dorthin tendieren. Es muss jedoch auch das Gedankenspiel erlaubt sein, die Möglichkeit einer Rebellenaktion in Betracht zu ziehen. Diese versuchen mit allen möglichen Mitteln, Baschar al-Assad bloßzustellen und ihm zu schaden. Wer kann denn ausschließen, dass diese zu allem bereiten Rebellen nicht im Zuge ihres Vormarsches auf ein Waffenlager mit entsprechenden Bomben gestoßen sind und diese nun einsetzen um Assad noch weiter zu diskreditieren?
Dies ist wiederum die Aufgabe der Geheimdienste, welche sich in der letzten Zeit jedoch nicht sonderlich großer Beliebtheit erfreut haben. In der Natur der Sache liegt es dementsprechend auch, dass die Öffentlichkeit, wenn überhaupt, nur die Ergebnisse der Arbeit der Geheimdienste präsentiert bekommt, nicht aber das genaue wie und woher. So lassen die westlichen Regierungen inzwischen keinen Zweifel daran, dass sie überzeugt davon sind, dass Assad der Urheber des Angriffes ist, gleichzeitig wundert sich die Öffentlichkeit über diese scheinbare Gewissheit darüber. 

Damit wären wir auch schon bei Kotzgrund Nummer 4 angekommen: Die Öffentlichkeit
Besonders in Deutschland tut man sich immer sehr schwer mit militärischen Einsetzen, schließlich trägt man immer noch die historische Last mit sich herum und ist zudem noch stark von den jüngsten Kriegseinsätzen geprägt. Dies sehe ich prinzipiell auch als eine gute Sache an, denn was passiert, wenn man vorschnell in einen Krieg prescht, kann sich nun jeder im Irak oder in Afghanistan angucken. Gleichzeitig Sollte man aber auch die Beispiele Kosovo oder Ruanda im Kopf behalten. Dort hat man sich entweder trotz fehlendem UNO Mandats zu einem militärischen Eingreifen entschieden, was rückblickend wahrscheinlich als die richtige Entscheidung angesehen wird (Kosovo) bzw. es gab heftige Kritik, weil eben nicht eingegriffen wurde, als Regierungstruppen im eigenen Land Teile der Bevölkerung niedergemetzelt haben (Ruanda). Es gibt halt immer zwei Seiten einer Medaille und welche die richtige ist, findet man meist erst dann heraus, wenn es zu spät ist.
Gerade unter solchen Umständen finde ich es hochgradig vermessen, sich hinzustellen und sich so zu präsentieren, als hätte man die Weisheit mit Löffeln gefressen. Von Kriegstreiberei ist da die Rede, von unkritischen Medien, die den Regierungen aus der Hand fressen. Die Einstellung scheint zu sein "Was scheren uns ein paar Araber, die sich im nahen Osten die Köpfe einschlagen". Schließlich wird alles wieder auf die USA geschoben, die nur wieder unbedingt einen Krieg wollen, um ihre Interessen durchzusetzen.
Dabei sollten man sich einmal die Frage stellen, was das denn für Interessen sein sollen? Die Reputation der USA ist gerade im steilen Sturzflug, welcher sich bei einem großangelegten Kriegseinsatz noch weiter zuspitzen würde, die Bevölkerung ist nach dem Irak und Afghanistan kriegsmüde und würde einen langwierigen Einsatz nicht mittragen. Außerdem würde ein hartes Eingreifen die Lage in der gesamten Region ungemein verschärfen, wie man an den Drohungen aus dem Iran bereits erkennen kann. Die Reaktion Russlands ist in dem ganzen Spiel auch noch zu beachten.  Mir ist zudem auch nicht bekannt, dass Syrien auf besonders profitablen Ölquellen sitzen würde, welche von wirtschaftlichem Interesse der USA sein könnten, zumal diese sich gerade durch das Fracking und andere neue Erschließungen mehr und mehr unabhängig vom arabischen Öl machen.
Wahrscheinlich werden mich viele Menschen als naiv belächeln, wenn ich sage, dass es durchaus sein kann, dass ein Eingreifen von westlichen Truppen, wenn es denn überhaupt dazu kommen sollte, tatsächlich moralisch begründet sein könnte. Dass dies nicht der einzige und alleinige Grund für einen wie auch immer gearteten militärischen Einsatz ist und sein kann, ist mir auch bewusst, allerdings unterstelle ich ihn als Hauptantriebskraft. Hinzu kommt der Zugzwang durch die Definition einer roten Linie, welche nun ja anscheinend überschritten wurde.
Aufgrund der aber zuvor angeführten "nicht vorhandenen Interessen" wird es wahrscheinlich so aussehen, dass, wenn eingegriffen wird, dies lediglich aus der Distanz geschehen wird. Man wird mit Präzisionsraketen einige Stellungen des Regimes beschießen und sich anschließend auf die Schultern klopfen, weil man der moralischen Verpflichtung nachgekommen ist, ohne großartige eigene Verluste beklagen zu müssen. Das überlässt man dann den Rebellen auf dem Boden. Ob diese Aktion ihnen aber auch wirklich etwas bringen würde, ist ein ganz anderes Paar Schuhe. Ich befürchte nämlich eher nicht.

Ich bin ganz ehrlich, ich bin froh, dass ich eine solche Entscheidung nicht fällen muss, kann aber sowohl einen Entschluss für, als auch gegen einen Kriegseinsatz nachvollziehen. Die ganze Situation ist so verzwickt, dass niemand mit Gewissheit sagen, kann, was zum einen wirklich wahr ist und wie es zum anderen weitergehen wird. Sicher ist nur, egal was man macht, im Nachhinein wird es immer genug Leute geben, die ganz laut schreien, dass sie es von Anfang an besser gewusst haben und dass der aktuelle Weg die schlechtest mögliche Wahl war. Und sowas kotzt mich wirklich an!

    

Donnerstag, 27. Juni 2013

Milows kleiner Horrorladen



Ich habe heute unbedachterweise das Radio angemacht. Dort lief das auf den ersten Blick recht harmlos erscheinende Lied "You and me" vom belgischen Sänger Milow. Lässt man sich von diesem Lied berieseln, ist es nichts weiter, als eines von vielen belanglosen Popstücken. Allerdings habe ich dann auch mal auf den Text geachtet. Ich muss ganz ehrlich sagen, von der Thematik her hätte Rammstein ebenso gut diese Zeilen verfassen können...

Strophe 1:
I wish you smelled a little funny
Not just funny really bad
We could roam the streets forever
Just like cats but we'd never stray
I sometimes wish you were a mermaid
I could raise you in the tub at home
We could take a swim together
On weekly day trips to the bay

Da scheint einer aber einen ganz merkwürdigen Fetisch zu haben. Nicht nur, dass seine Angebetete leicht riechen soll, nein sie soll abartig stinken.
Dann wünscht er sich, sie wäre eine Meerjungfrau, welche er dann in der Badewanne hielte und einmal in der Woche wird dann ans Meer gefahren. Ja nee ist klar, so ein Tagestrip am Wochenende haut 6 Tage in einer Badewanne ja wieder raus. Mal abgesehen davon wird's dann mit dem Duschen für ihn aber auch eng, was uns wieder zum Anfang der Strophe führt.

Strophe 2:
I wish you were a little bigger
Not just big but really fat
Doors you would no longer fit through
In my bed you would have to stay
I often wish that you had feathers
I'd keep you in a giant cage
All day long I'd sit and watch you
I'd sing for you and that would be okay

Okay, jetzt kommen wir auf Jerry Springer Niveau. Der nächste Fetisch ist also Fettleibigkeit. Nicht nur ein bisschen, nein, das Mädel wird so lange gemästet, bis es nicht mehr durch die Türe passt. Dann kann sie nämlich für immer in seinem Bett bleiben. Na hoffentlich hat er das Gestell und den Lattenrost entsprechend verstärkt...
In seiner nächsten Fantasie sperrt er seine Freundin dann in einen Käfig und guckt sie die ganze Zeit an und singt ihr ab und zu was vor. Ich weiß ja nicht, wie es anderen Leuten geht, aber bis jetzt kann man meiner Meinung nach aus jeder Vorstellung von dem Kerl einen eigenen Horrorfilm machen...

Strophe 3:
I wish you were a little slower
Not just slow but paralyzed
Then I could plug you into a socket
So you could never run away
I really wish that you were smaller
Not just small but really really short
So I could put you in my pocket
And carry you around all day

Und weiter geht's auf Milows ganz persönlichem kleinen Horrortrip. Die arme Frau soll nicht nur gehbehindert sein, sie soll am besten gleich komplett gelähmt sein, damit, und jetzt kommt's, er sie auf eine Halterung stecken kann, damit sie nicht wegläuft (warum sollte sie auch bloß einen Gedanken daran verschwenden?!).
Dagegen scheint der letzte Wunsch ja regelrecht "human". Sie soll doch bitte winzig klein sein, damit er sie in die Tasche stecken und überall mit hinschleppen kann...

Aber was soll uns diese Lyrik(?) jetzt sagen? Soll das romantisch sein? Kann sich ja mal jeder selbst gedanklich in die Situation versetzen, man kommt nichtsahnend nach Hause und da wartet ein durchgeknallter Stalker auf einen, der einem erst erzählt, wie geil man stinkt, dann faselt der was von Meerjungfrau in der Badewanne, die er dann mästen will. Ist sie fett genug, kommt sie in einen Käfig und wird so lange beglotzt, bis das zu langweilig wird, also durchtrennt man kurzerhand das Nervengewebe in der Wirbelsäule. Ist auch viel praktischer, da sie beim späteren in kleine Stücke Zerhacken dann größtenteils gar nichts mehr spürt. Dann steckt man sich die kleinen Stücke in die Tasche und geht spazieren...

Hat mal jemand die Nummer von den Saw-Machern? Ich habe da gerade eine Idee...



Sonntag, 5. Mai 2013

Verschwörungstheorien



Neulich war es wieder soweit. Die Untersuchungen im Zusammenhang mit der Anschlägen von Boston sind noch in vollem Gange. Nach und nach werden immer mehr Details bekannt, langsam scheint sich ein großes Gesamtbild aus den ganzen Informationseinzelteilen herauszubilden. Da tauchte sie wieder auf: Die Verschwörung (Hier bitte im Kopf dramatische Musik abspielen).

Ein Blogger hat im Internet nachgewiesen, dass alles nur eine große Show mit Darstellern war. Das Blut war nicht echt und die abgetrennten Gliedmaßen erst recht nicht. Mal ganz abgesehen von den Reaktionen der Menschen... Das alles haben "DIE" nur inszeniert, um ihre eigentlichen Interessen durchzusetzen (Anstelle von "DIE" kann auch eine beliebige zwielichtige Organisation oder Regierung der Wahl eingesetzt werden). Ist ja auch klar, machen "DIE" ja nicht zum ersten mal.
Aber das kann ja nicht einfach so in den Raum gestellt werden, sonst würde man ja für verrückt erklärt. Nein nein, es muss auch eine Beweisführung geben, im konkreten Fall eine Expertenaussage sowie eine Bild-für-Bild-Betrachtung einer Szene einer Überwachungskamera, die ein für allemal beweist, dass alles nur eine großartig orchestrierte Show ist, welche nur diejenigen durchschauen können, die ganz genau hinsehen! (nachzulesen hier: http://marialourdesblog.com/es-gab-keinen-bombenanschlag-in-boston-es-war-eine-ubung/)

Soviel zur Ausgangslage, mit welcher ich vor ein paar Tagen konfrontiert war. Wieder einmal beanspruchen Leute aus dem Internet, die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben, während alle anderen nur Opfer der von "DENEN" kontrollierten Massenmedien sind. Ähnlich wie auch schon im Fall 9/11 wird wieder davon ausgegangen, dass der Anschlag von Boston so gar nicht passiert ist und die Öffentlichkeit an der Nase herumgeführt wird.
Ein Blogger hat sich die Mühe gemacht, mit einem "Vietnam-Veteranen" zu sprechen, der die Lage in Boston anhand von Bildern und Videos beurteilen sollte, da er durch seine Kriegserfahrung Ahnung von diesen Dingen habe. Dieser angebliche Vietnam-Veteran kam zu dem Schluss, dass die Aussagen der Behörden zur Art der Bombe nicht stimmen können, die Opfer falsch reagieren, die Wunden nicht passen, das Blut zu rot sei etc. pp.
Ich bin kein Experte in Sachen Notfallverhalten und dergleichen, aber ich wage jetzt einfach mal zu behaupten, dass ein Bombenanschlag bei einem Marathon in einer Stadt nicht unbedingt 1:1 mit den Erfahrungen im Vietnamkrieg gleichzusetzen sind. Dies aber einmal außer Acht gelassen wage ich es noch mehr zu bezweifeln, dass jemand, der nicht unmittelbar dabei war und kein ausgewiesener Katastrophenhelfer oder ähnliches ist, auch nur annähernd beurteilen kann, ob diese oder jene Verletzung legitim ist, ob die Menschen sich richtig verhalten oder ob die Zerstörungen nicht zu der vermutlichen Bombenart passt. Zumal auch erst einmal hinterfragt werden sollte, wer denn dieser angebliche Vietnam-Veteran ist und was seine Beweggründe für eine solch schwerwiegende Anklage sind. Alleine die Qualifikation "Vietnam-Veteran" ist schon äußerst fragwürdig.
Ebenso fragwürdig verläuft dann auch die weitere Beweisführung anhand eine Bild-für-Bild-Betrachtung eines Videos der Anschläge. Dort wird augenscheinlich bewiesen, dass die Verletzung eines Opfers gerade vorbereitet wird, indem man Blut verteilt, sich Sichtschutz gibt und auf Signale von anderen Mitwissern wartet. Dass dies willkürliche Interpretationen von Standbildern sind ist dabei natürlich egal. Es werden Unterstellungen gemacht und Annahmen getroffen, was das Zeug hält, um die eigene These zu untermauern. Jedes Detail, was nicht sofort Sinn ergibt wird hergenommen und als Beweis für den eigenen Standpunkt benutzt.

Natürlich wird so etwas von den großen Medien zu recht nicht für voll genommen, schließlich sollte ein wenig gesunder Menschenverstand ausreichen, um solche kruden Thesen von vornherein auszuschließen. Aber wir reden hier ja vom Internet. Der wirklichen Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. Durch die ständige und allgegenwärtige Verfügbarkeit von Information, sowie dem wachsenden Misstrauen gegenüber "DENEN" hat man sich mit der Zeit ein Totschlagargument zurechtgebastelt, mit dem man im Prinzip erst einmal alle möglichen Verschwörungstheorien legitimieren kann: Man darf sich nicht nur auf eine Seite verlassen, sondern die Sache von allen Seiten betrachten! Prinzipiell stehe ich dieser Aussage auch wohlwollend gegenüber, allerdings sollte die Frage erlaubt sein, was denn im konkreten Fall alle Seiten sind? Nur weil ich als ach so kritischer Internetnutzer ein diffuses Gefühl beim Gebrauch der Massenmedien habe, weil ich irgendwo mal gehört habe, die werden von "DENEN" gesteuert, muss ich mir unbedingt auch die Seite der "Querdenker" und "unabhängigen Denker" anhören? Einer Seite, die wohlgemerkt keinen direkten Bezug zum Ereignis an sich hat und die keine weitreichende Reputation vorweisen kann. Und vor allem einer Seite, die oft genug eben nicht neutral berichtet, sondern die Berichterstattung mit einem eindeutigen Ziel verknüpft und die eigenen Interpretationen entsprechend danach ausrichtet. Ich für meinen Teil kann auf solchen Ansichten gerne verzichten, ohne dass ich dabei das Gefühl habe, dass ich mich vielleicht doch nicht umfassend informiert habe. Zumal ich das Gefühl habe, dass der Drang sich umfassend zu informieren nicht durchgängig vorhanden ist, sondern immer nur dann aus dem Schrank geholt wird, wenn man es für nötig erachtet. Sprich, wenn mir gefällt was ich sehe/höre/lese, warum sollte ich das hinterfragen?

Neben dieser zweifelhaften Haltung gibt in Bezug auf die meisten Verschwörungstheorien noch andere Vorgehensweisen, welche mich dazu bewegen sie, wenn überhaupt, nur mit großer Vorsicht zu genießen.
Da wäre zum einen die Fixierung auf Details zur Widerlegung des großen Ganzen. Ähnlich wie schon im Bostoner Fall war es zum Beispiel auch bei 9/11 so, dass sich die "Truther" (so nannten bzw. nennen sich diejenigen, die meinten mit ihren Theorien die Wahrheit über die Anschläge am 11. September 2001 ans Licht zu bringen) auf Details versteiften, die in ihren Augen nicht ins Gesamtbild passten. Im Fall 9/11 waren es ebenfalls Sequenzen aus Filmaufnahmen oder sich anscheinend widersprechenden Aussagen von Augenzeugen, die die Zweifler befeuerten. Hinzu kamen auch wieder sogenannte Experten, die behaupteten, diese oder jene Zerstörung kann nicht so passiert sein, wie "DIE" es behaupten. Das Problem an dieser Fixierung auf einzelne Details ist, dass der große Rest nichtsdestotrotz kohärent ist und es vielleicht Antworten gibt, die sich nicht sofort auf den ersten Blick erschließen, da verschiedenste Umstände den Sachverhalt verkomplizieren. Allerdings bekommt man dann das Problem, dass die komplizierteren Lösungsansätze gar nicht erst akzeptiert werden. Der vermeintliche Wahrheitsfinder ist schon so sehr auf dem Verschwörungstrip, dass er Argumente von offizieller Seite gar nicht mehr anerkennt. Schließlich stammen die Argumente ja wieder von "DENEN" oder die Leute werden von "DENEN" beeinflusst so etwas zu sagen. So kann man sich natürlich auch seine eigene Welt zurechtzimmern und von außen unangreifbar machen.
Dabei hilft es ungemein, wenn man sich angewöhnt, die Welt in schwarz und weiß einzuteilen. So macht man es sich selbst ganz einfach und muss sich nicht mit der komplizierten Realität und ihren mannigfaltigen Abhängigkeiten auseinandersetzen. Wenn ich die Welt in gut und böse einteile oder in "DIE" und wir, muss ich mich nicht darum scheren, dass Entscheidungen und Ergebnisse von vielen Faktoren abhängig sind, die sich entweder nicht in dieses Muster einfügen lassen oder die aber dazu führen, dass aus dem netten schwarz und weiß ein tristes grau wird.
Interessant ist auch immer die schon erwähnte Fixierung auf "DIE". Es wird allen Ernstes einer großen Organisation, Behörde, Regierung oder sonst einer Vereinigung zugetraut, dass sie Ereignisse dieser Dimensionen orchestrieren kann, ohne dass die Wahrheit ans Licht kommt (mal abgesehen von den Nachforschungen der Verschwörungstheoretiker natürlich). Gerade in Zeiten des Internets und Wikileaks ist es sehr unwahrscheinlich, dass bei einer Geheimaktion, die meist hunderte, wenn nicht gar tausende Leute umfasst (alleine das ist schon hochgradig fragwürdig) keiner (bewusst oder unbewusst) dafür sorgt, dass kritische Informationen nach außen gelangen. Mal abgesehen davon, dass die Ressourcen, die für so eine Aktion bereitgestellt werden müssen immens sind. Meine Vermutung ist, dass viele Leute von Hollywood in die Irre geführt wurden, was die wirklichen Möglichkeiten z.B. einer CIA oder vergleichbaren Behörde sind. Ja, vieles ist in der Tat möglich, aber nicht in so einem Umfang und in dieser Bündelung. Wenn man alleine bedenkt, wer bei solchen Ereignissen alles geschmiert oder zumindest eingeweiht und zu Stillschweigen verpflichtet werden müsste (von den lokalen Behörden über sämtliche Nachrichtenagenturen und Medienvertreter über die "Statisten" und die Organisatoren im Hintergrund und ich weiß nicht, wer da noch alles mit involviert wäre). Und alle würden natürlich ohne mit der Wimper zu zucken mitmachen, weil man es entweder für den richtigen Preis oder zumindest aus fehlgeleiteter Vaterlandliebe macht.
Zu guter Letzt muss ich ganz persönlich sagen, finde ich es auch gegenüber den wirklich betroffenen Personen sehr perfide, zu behaupten, alles sei eine Lüge und in Wirklichkeit ganz anders. Aus der Distanz und in der Anonymität des Internets heraus ist sowas ganz leicht in die Welt gesetzt, aber wenn ich bedenke, dass es Menschen gibt, die Angehörige verloren haben oder die mit schwersten Verletzungen im Krankenhaus liegen, ist dies ein Schlag ins Gesicht. Diese Menschen wissen mit absoluter Sicherheit, dass es eben kein Fake ist, was da geschehen ist und gerade in so einer schwierigen Phase auch noch als Lügner oder Unterstützer böser Machenschaften dargestellt zu werden, ist einfach nur schrecklich. Leider sind die Verbreiter dieser kruden Thesen sich dessen oftmals entweder nicht bewusst oder schon so tief in ihrer Wahnvorstellung verwurzelt, dass sie die Realität nicht mehr als solche anerkennen.

Was bleibt einem also übrig, um sich selbst eine Meinung zu bilden? Wichtig ist, dass der gesunde Menschenverstand dabei eine große Rolle spielt. Es ist löblich, sich nicht nur auf eine Quelle zu stützen und auch andere Quellen miteinzubeziehen. Diese Quellen sollten allerdings vertrauenswürdig sein und nicht mit einer eindeutigen Intention verknüpft, den Leser in eine bestimmte Richtung zu drängen. Wenn man dies im Hinterkopf behält, sollte eigentlich nicht viel schiefgehen.

Freitag, 3. Mai 2013

Dokumentierte Realität

Erstmals veröffentlicht am 11.02.2012:

Wenn man sich die deutsche Fernsehlandschaft einmal etwas genauer ansieht, so muss dem geneigten Betrachter eigentlich auffallen, dass einem dort eine sehr merkwürde Realität vor die Nase gesetzt wird.
Alles fing mit den Richtershows an, welche ja nun schon wieder kurz vor der medialen Ausrottung stehen. Richterin Barbara Salesch, Richter Alexander Hold, das Familiengericht, das Jugendgericht, Hauptgericht, Nachspeise, alles wurde auf die Zuschauer losgelassen. Erst jetzt wurde der breiten Bevölkerung bewusst, wie hochdramatisch es in deutschen Gerichten zuging. Täglich klagen von Säure verätzte Models ihr Recht ein, werden brutale osteuropäische Zuhälter verurteilt und der Freak von nebenan eines hinterhältigen Anschlags überführt.
Darauf folgten dann die Spin-Offs à la Lenßen und Partner und diverse Polizeiformate welche dann mit den Gerichtsshows ein magisches, sich selbst wiederverwertendes Dreieck bildeten. Dass man diese Sendungen dann doch sehr schnell als gescriptet, wie man heute so gerne sagt, entlarven konnte, lag ausschließlich an der schon für Seifenoperverhältnisse schlechten schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten (mal ganz abgesehen von der zunehmenden Absurdität der Fälle).

Dieses Prinzip der inszenierten Realität wurde dann auch freudestrahlend im Talkshowsegment aufgenommen. Anscheinend hatte man inzwischen auch die allerletzten echten Freaks ausgegraben und vor die Kamera gezerrt und festgestellt, dass die Unfähigkeit einen geraden deutschen Satz herauszubringen nicht mehr wirklich das beste Mittel ist, um Erfolg zu haben. Einzig die werte Britt hält mit ihrer „Isch hatte zu den Zeit Zecks mit drei Männer un getz uaiß isch nisch, uär von beide der Vatta is“ Sendung die Fahne der klassischen Talkshow hoch. Doch die gescriptete Konkurrenz schläft nicht. Um das magische Gerichtsdreieck noch weiter auszuschlachten wurden die Figuren zur Problembewältigung dann entweder zu Dr. Verena Breitenbach (Klientel 16-25 Jahre) oder Angelika Kallwass (ab 25 Jahren) geschickt, die dann psychologisch wertvoll dafür gesorgt haben, dass der aufmüpfige Marvin endlich einsieht, dass er seine unterdrückten homosexuellen Gefühle nicht durch Gewalt an den Barbiepuppen seiner kleinen Schwester auslassen darf oder dass Horst endlich damit klarkommt, dass seine nymphomane Frau gar nicht anders kann, als mit jedem Kerl in die Kiste zu steigen, der ihr über den Weg läuft.

Aber das war ja im Grunde nur die Spitze des Eisberges der deutschen Gesellschaft. Also dachte man sich schnell den Marketingspruch „Nichts ist spannender als das wahre Leben“ aus und ließ ein neues Monster auf die Fernsehzuschauer los: „Mitten im Leben“ mit samt seinen Klonen zeigte die ganz normale Realität hinter deutschen Wohnungstüren. Interessant, dann empfängt halb Deutschland also Hartz IV, trägt Ed Hardy und das Inzuchtverbot wurde schon vor langem aufgehoben. Außerdem sind die Deutschen wohl rein genetisch nicht in der Lage im Urlaub treu zu bleiben und haben das Studium der Gebrauchsanleitung ihrer Verhütungsmittel nach einer Woche verzweifelt aufgegeben.

Demgegenüber stehen dann die Sender, die tatsächlich noch Dokumentationen zeigen möchten, die mit dem „Alltag“ der Deutschen nicht unbedingt etwas zu tun haben. Früher ist ein Heinz Sielmann noch mit seiner Kamera in den Jeep gestiegen und hat sich unter Afrikas Wildtierherden gemischt um uns die Welt näher zu bringen. Heute gibt’s das Internet, auf Knopfdruck und sofort. Wie kann man also die Menschen zum Zuschauen bewegen?
Dazu gibt es zwei Ansätze. Der erste ist relativ kostengünstig, spart man sich doch die ganze Weltreiserei und den ganzen Stress, wenn man einfach sämtliche Zoos in Deutschland abklappert und das Emotionszentrum im menschlichen Gehirn mit Bildern von süßen kleinen Knuddeltieren und dramatischen Lebensrettungsversuchen von Tierärzten stimuliert. Das mit den Tierärzten ist eh sehr schlau, denn welches kleine Mädchen zwischen 7 und 14 will nicht Tierärztin werden? Das Publikum ist somit eindeutig definiert und besitzt in der Regel XX-Chromosomen.
Der zweite Ansatz geht in die entgegengesetzte Richtung und richtet sich somit an das männliche Geschlecht. Dort muss es in der Regel spektakulär zugehen. Dabei zeichnen sich drei grundlegende Richtungen ab, nämlich Technik und Wissenschaft, Überleben und Essen. Drei Sachen, die Männer als ihre ureigensten Stammgebiete ansehen.
Eine typische Reportage der ersten Kategorie wäre dann zum Beispiel “Wie sieht die Welt in 1000 Jahren ohne den Menschen nach einem Alienangriff auf einem Flugzeugträger nach einem Kometeneinschlag aus, wenn ein Velociraptor schneller als das Auge gegen einen Säbelzahntiger kämpft?“ Die Macher dieser Sendungen suchen offensichtlich gezielt nach Themen, die absolut keine Relevanz für Ottonormalzuschauer haben, sich aber spektakulär anhören und von irgendwelchen Experten (meistens Professoren von Universitäten aus aller Welt) mit Fakten unterfüttert werden. Sofern man von Fakten sprechen kann, wenn man über einen hypothetischen Alienangriff, eine Erde, die von jetzt auf gleich vom Menschen entvölkert ist oder den Ausgang eines Kampfes zwischen einem Velociraptor und einem Säbelzahntiger referiert (zwei dieser Themen habe ich tatsächlich schon im Fernsehen gesehen!).
Die zweite Kategorie geht wieder zurück zur Natur und zwar im wörtlichen Sinne. Ein oder zwei Menschen begeben sich in die entferntesten Winkel dieser Erde und zeigen, wie man dort überleben kann. Meister aller Klassen ist für mich in dieser Kategorie Bear Grylls, ehemaliger britischer Elitesoldat, der einfach alles kann. Er kann auf alles klettern, er kann alles aushalten, er kann alles essen und er kann überall schlafen. Wie man sehen kann, ist er damit zusehends in größerer Gesellschaft. Inzwischen lassen sich sogar schon Hippies und Ehepaare auf ihren Überlebenstrips filmen. Wobei man anmerken muss, dass auch hier die Realität ein wenig zurecht gebogen wird (natürlich nur, um dem Zuschauer noch besser veranschaulichen zu können, wie man überlebt). So war es doch schon ein sehr großer Zufall, als z.B. Bear Grylls sich durch den amerikanischen Westen gekämpft hat, eine Eisenbahnbrücke hochgeklettert ist und schließlich in letzter Sekunde aus einem Eisenbahntunnel herausgesprungen ist, bevor er von einem Zug fast überrollt wurde.
Die dritte Kategorie klingt dagegen schon fast langweilig. Ein Typ wird dabei gefilmt, wie er um die Welt fliegt und isst. Spannend wird das Ganze aber, wenn die Sachen, die er aufgetischt bekommt einer Dschungelprüfung alle Ehre machen würden. Dies ist zwar nicht immer der Fall, aber gerade diese Szenen machen den Reiz aus. Besondere Highlights, an die ich mich erinnere, wären da zum Beispiel diverse Augen, Hoden oder der verrottete Anus eines Wildschweins. Interessant ist auch, dass vieles, was der gewöhnliche, kulturell eher westlich zuzuordnende Zuschauer als exotisch ansehen würde im Zweifelsfall nach nichts oder nach Hähnchen schmecken soll.

Natürlich gibt es im deutschen Fernsehen auch noch andere Dokumentationen (Themenschwerpunkte Antike, Bibel, Ordnungshüter, 2. Weltkrieg und Hitlers Architekten, Frauen, Angestellte, Haustiere, Fensterputzer und Untermieter). Die laufen dann, wenn man die anderen Dokus nicht mehr zeigen kann, weil der Zuschauer nach der fünften Wiederholung inzwischen begriffen hat, dass ein Velociraptor auf einem Flugzeugträger nach einem Kometenangriff gegen ein Alien gewinnen würde, wenn es den Menschen seit 1000 Jahren nicht mehr gäbe.

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass jeder die Realität geboten bekommt, die er verdient. Wer mittags Mitten im Leben guckt hat nämlich ganz andere Sorgen als derjenige, der abends bei einem Raupen kauenden Engländer im indonesischen Dschungel einschläft.

Samstag, 13. April 2013

Straight to Hellas

Ein Beitrag aus dem Mai 2010, aber immer noch aktuell:

So, jetzt ist es also endlich so weit. Die Welt geht offiziell den Bach runter… Ich habs ja immer gewusst…
Woher ich das weiß? Schauen wir uns die Lage doch einmal an:


Europa:
Griechenland ist pleite. Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf, kann der Rest Europas natürlich nicht tatenlos zusehen, sondern hilft im Gegenteil noch tatkräftig mit. Wenn Griechenland tatsächlich bankrott gehen sollte, würde es Spanien, Portugal, Italien und Irland gleich mit hineinziehen. Sagen die „Experten“. Also schmeißen wir Griechenland mit Geld, oh Verzeihung, ich meine natürlich Krediten, zu, damit die ihr Sparprogramm durchziehen können, von dem „Experten“ sagen, dass es aber eh nicht in der Form eingehalten werden kann wie es uns überall versprochen wird. Mal abgesehen davon, dass es die Bürger gar nicht erst einsehen, von 14 Monatsgehältern, vielfach komplett sinnbefreiten Beamtenarbeitsplätzen und Klüngelei abzusehen, wird das Sparpaket die Binnennachfrage in den Keller treiben und somit der Wirtschaft noch mehr zusetzen, als es die allgemeine Wirtschaftslage eh schon tut.
Halten wir also fest, Griechenland geht Pleite, nimmt die anderen Länder mit und dann werden wir auch mit in den Sog gerissen und kommen aus dem „Missgeschick“ nicht mehr raus.


Amerika:
Steht spätestens seit der Wahl Obamas quasi dauerhaft am Abgrund, wenn man diversen konservativen Kommentatoren Glauben schenken darf. Mal abgesehen davon, dass Obama wahlweise der Satan oder eine Reinkarnation Hitlers ist (siehe entsprechende Berichte hier in diesem Blog), hat er die USA spätestens mit der Gesundheitsreform in den totalitären Sozialismus getrieben, was da drüben an sich schon ein sicheres Zeichen für die drohende Apokalypse ist.
Dann gibt es ja immer noch diese Finanzkrise, an der die USA auch noch zu knabbern haben. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels, denn wie kürzlich vermeldet wurde, haben die Banken, denen mit Milliarden Dollar Krediten das Überleben gesichert wurde, in den letzten Monaten an jedem Tag mehrere Millionen Dollar Gewinn gemacht, es war nicht ein einziger Tag mit Verlusten zu verzeichnen. Und womit haben die werten Herren das alles erwirtschaftet? Mit Handel, mit Aktien und Staatsanleihen und all dem anderen, was man halt so als Bank macht… Aber Moment, Staatsanleihen? Ja! Die Banken verleihen das Geld, was sie von der amerkanischen Notenbank mit einem Basiszins von 0% geliehen haben wieder mit Zinsen zurück an die Regierung. 




Scheint so, als wäre das Licht wohl doch nur der heranrasende Zug gewesen…
Ach ja, und dann ist da ja noch das Ölleck, was mal eben 800.000 Liter Öl am Tag in den Golf von Mexiko pustet. Was da alles schief gelaufen ist, möchte ich lieber gar nicht aufzählen Aber gut zu wissen, dass keiner von den Verantwortlichen Schuld war, dass so etwas passieren konnte… Anscheinend versuchen die Amerikaner wirklich alles, um ihr Land noch weiter in den Dreck zu ziehen.


Asien:
China. Muss man noch mehr sagen? Bald wird China die Welt regieren, das ist im Moment die allgemeingültige These. Aber ich für meinen Teil vermute, dass es, wenn es denn überhaupt soweit kommen sollte, nicht von langer Dauer sein wird. Wenn man sich nämlich einmal überlegt, dass die Chinesen jetzt schon riesige Probleme mit der Umwelt haben, obwohl ein Großteil der Bevölkerung noch weit von unserem technologischen „Fortschritt“ entfernt ist, wie wird es wohl sein, wenn dieser Teil mit uns gleichgezogen ist (oder uns auf der Hälfte des Weges schon überholt hat, weil es mit uns schon wieder bergab geht)?
Vermutlich wird sich dann eine gewisse Selbstregulierung einstellen, die nicht unbedingt von Vorteil für die Chinesen sein wird.
Das ist aber nur eine völlig aus der Luft gegriffene Vermutung, der in keinster Weise eine faktenbasierte Untersuchung zugrunde liegt.

Afrika:
So tragisch es ist, aber Afrika hatte doch von Anfang an nie eine wirkliche Chance. Erst die Kolonialisierung und dann das Auf und Ab der verschiedensten Diktatoren mit ihren Kriegen. Dazu kommt die Abhängigkeit von den Industrienationen, die nach der Kolonialisierung alles wieder gut machen wollten und mit Ihrer Entwicklungshilfe alles noch schlimmer gemacht haben. Sei es durch die (un)(gewollte) Unterstützung von menschenverachtenden Regimen oder der konstante Aufbau einer Abhängigkeit, welche die Menschen von Ihrer angestammten Lebensweise abbrachte und so die Armut weiter förderte.
Das mag zwar sehr schwarz weiß klingen und ist bestimmt nicht auf alle Länder anzuwenden, aber Fakt ist nunmal, ein Großteil der Länder Afrikas ist inzwischen auf Entwicklungshilfe angewiesen. Wenn der Rest der Welt jedoch Pleite geht und China nicht freimütig die ganzen Zahlungen übernimmt, wird es auch für den schwarzen Kontinent extrem eng (Es sei denn natürlich 2012 haben die Mayas Recht, dann wird in Afrika bestimmt alles super, sagt Roland Emmerich).


Südamerika:
Hmm… Südamerika könnte bei der ganzen Sache noch am glimpflichsten wegkommen. Klar, die holzen sich da zwar gerade den letzten Rest Regenwald weg, der Kommunismus ist wieder auf dem Vormarsch (fragen wir mal Hugo Chavez) und in vielen Teilen ist der Drogenanbau und die Weiterverarbeitung ein wichtiger Teil der Wirtschaft, aber immerhin haben die oft gutes Wetter. Das lockt doch Touristen an… Ach verdammt, die können sich das ja dann wahrscheinlich nicht mehr leisten (Siehe Punkt Europa bzw. Amerika).
Die Drogen würde man wahrscheinlich auch schlechter los und nach China verkaufen dürfte auch schwer werden, denn wie ich die Chinesen kenne, haben die sich ihre entsprechende Infrastruktur schon lange von den Kolumbianern und wie sie alle heißen abgeguckt.
Quintessenz: Export geht den Bach runter, Wirtschaft bricht zusammen…
Okay, ich gebe zu, das ist doch sehr übertrieben, was ich da geschrieben habe, aber zu Südamerika fällt mir gerade nichts besseres ein ;)


Australien/Neuseeland:
Ach ja, die gibt’s ja auch noch…Hmm… Australien wird wahrscheinlich von einer Tierplage ausgelöscht werden. Ob es jetzt Kröten, Kaninchen, Wildhunde oder doch die Kamele sein werden weiß ich nicht, aber ich bin mir sicher, einer wird schon richten. Im Zweifelsfall setzen die Chinesen halt noch ein paar Frachter aufs Great Barrier Reef... Was die Amis können, können die Chinesen doch schon lange…
Neuseeland wird von einer Horde Zombieschafen dem Erdboden gleich gemacht, soviel ist sicher. 




Hab ich noch jemanden vergessen? Wenn ja, dann kommt halt die Klimaerwärmung und setzt alles unter Wasser, trocknet alles aus oder friert alles ein…

Es könnte natürlich sein, dass nichts von dem eintrifft, was ich beschrieben habe, aber das wäre ja langweilig. Oder kann sich einer eine Tagesschau vorstellen, in der es heißt: „Der Wirtschaft geht es so gut, wie seit langem nicht mehr…“ „Neuer Durchbruch beim Umweltschutz…“ „Rosige Aussichten für alle Rentner…“ oder „Deutschlands Weihnachten wird überall weiß…“?


Eben. Wir wollen doch Dramatik, wir wollen doch diese Angst… Nicht? Und warum ist dann die BILD die meistverkaufteste Tageszeitung Deutschlands?