So kristallen schwappt es da
das Freibad-Wasser, ist doch klar.
So denkt der naive Jüngling jedenfalls
bis es ihm steht an seinem Hals.
Es dräut ihm, dass dort böses treibt
doch noch scheint es viel zu weit
um zu erkennen, was es ist
so dass er es sogleich vergisst.
Dem frivolen Treiben geht er nach
springt vom Brette mit viel Krach.
Beeindruckt jubelt von der Seit
die ach so holde Weiblichkeit.
Doch als der Jüngling frohen Mutes
Dem Nass entsteigt, ist voll der Blutes!
Nicht sein eignes kann es sein
Spürt er doch nirgends eine Pein.
Plötzlich löst sich von der Haut
ein Pflaster und er schaut
entsetzt auf seinen Fuß hinunter,
dort liegt ein Fetzen und zwar ein bunter.
Elefanten, Löwen und Giraffen
machen sich darauf zu schaffen.
Das Blut, es tropft so langsam ab
und auch des Jünglings Würde wird jetzt knapp.
Die Weiblichkeit, sie ist entsetzt
der Ekel hat sie tief verletzt
So vergeht des Jünglings alter Glanz
aufgrund des kindlichen Verbands
Gebückt entzieht er sich den Blicken
um sich nicht weiter zu verstricken.
Und es wiederholt sich die Geschichte
mit andrem Namen, andrem Gesichte.
Übrig bleibt das Wasser nur
mit den Resten der Natur
und was der Mensch hinzugefügt.
während er durchs Wasser pflügt.
Und die Moral von der Geschicht?
Freibad-Wasser trinkt man nicht!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen